Notstand auf Madagaskar
Nach dem verheerenden Zyklon „Gezani“, der am 10. Februar 2026 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h auf die Ostküste Madagaskars traf, ist die Not groß, berichtet Provinzial Pater Innocent Bizimana. Besonders stark betroffen ist die Hafenstadt Tamatave an der Ostküste, die im sogenannten Zyklonenkorridor liegt. Rund 90 Prozent der Dächer wurden abgedeckt oder schwer beschädigt, Häuser zerstört, Straßen unpassierbar und die Stromversorgung weitgehend lahmgelegt. Tausende Menschen sind obdachlos, besonders die Kinder leiden.
Nach Angaben des Nationalen Amts für Risikomanagement und Katastrophenschutz (BNGRC) kamen mindestens 31 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt oder werden noch vermisst. Das komplette Ausmaß der Zerstörung und die Zahl der betroffenen Menschen könnten noch nicht endgültig bestimmt werden.
Auch die Einrichtungen der Salesianer Don Boscos in Tamatave wurden schwer beschädigt: Dächer wurden abgetragen, Gebäude und wichtige Infrastrukturen stark beschädigt. Die Mission vor Ort hat bereits erste Hilfsmaßnahmen gestartet: Notunterkünfte werden eingerichtet, Familien mit dem Nötigsten versorgt und Aufräumarbeiten koordiniert. Parallel dazu wird das Schadensausmaß erhoben, um den Wiederaufbau gezielt zu planen.

