Aleppo erlebt derzeit eine der schwersten Krisen seit Jahren.
Seit Jahresbeginn hat sich die Sicherheitslage in Aleppo dramatisch verschlechtert. In den Stadtteilen Ashrafieh und Sheikh Maqsoud kam es zu schweren bewaffneten Auseinandersetzungen, die sich rasch auf große Teile der Stadt ausbreiteten. Die Folge waren tagelange Gefechte, massiver Artilleriebeschuss und eine nahezu vollständige Lähmung des öffentlichen Lebens.
Massive Vertreibung und zivile Opfer
Innerhalb weniger Tage wurden schätzungsweise über 150.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Viele suchten notdürftig Schutz in Schulen, Kirchen, Moscheen und öffentlichen Gebäuden – oft ohne ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln, Decken, Heizung oder medizinischer Hilfe. Andere Familien verließen Aleppo ganz und flohen in vermeintlich sicherere Regionen.
Nach aktuellen Angaben kamen mehr als 35 Zivilisten ums Leben, über 200 Menschen wurden verletzt, zahlreiche Wohnhäuser, Geschäfte und Infrastruktureinrichtungen wurden beschädigt oder zerstört.

