Mädchenschutzhaus Maison Marguerite

© Don Bosco Mission Bonn

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist für Frauen und Mädchen einer der gefährlichsten Orte weltweit.

Goma ist die Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo. In dem bürgerkriegsgeplagten Land ziehen ziehen Milizen durch die Dörfer und vergewaltigen Frauen. Die Folgen sind frühe Schwangerschaften, Zwangshochzeiten im Kindesalter und Krankheiten. Oft werden die vergewaltigten Mädchen von ihren Familien verstoßen und landen auf der Straße.

1988 wurde das Don Bosco Zentrum Ngangi von den Salesianern Don Boscos in Goma gegründet. Das Zentrum unterstützt etwa 3.500 Kinder und Jugendliche in Risikosituationen: Straßenkinder, ehemalige Kindersoldaten, Waisenkinder, Opfer sexueller Gewalt, Kindermütter, unbegleitete Minderjährige und andere vulnerable Kinder.

Im Maison Marguerite finden Kindermütter und ihre Baby eine Bleibe und Schutz. Die jungen Mädchen haben meist verschiedene Gewalterfahrungen hinter sich und kein Zuhause mehr. Während ihres Aufenthalts im Maison Marguerite erhalten die Mädchen und ihre Babys Unterkunft, geregelte Mahlzeiten, psychologische Unterstützung, medizinische Versorgung sowie die Möglichkeit zur Schul- und/oder Berufsausbildung. 

Ziel ist es, den betroffenen Mädchen einen Schutzraum zu bieten und sie dann wieder in ihre Familien und in die Gesellschaft zu integrieren. Sie werden dabei unterstützt, ihre Traumata aufzuarbeiten und später eigenständig ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Damit erhalten die Mädchen eine Perspektive für ihre eigene Zukunft und die ihrer Babys.

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(Don Bosco Mission Bonn/dbma)

Vulkanausbruch in der D. R. Kongo

© Salesianer Don Boscos

In der Millionenstadt Goma spitzt sich die Lage am Vulkan Nyiragongo zu. Fast eine halbe Million Menschen sind auf der Flucht vor einem neuen Ausbruch.

Der Nyiragongo ist Afrikas aktivster Vulkan. Durch den Ausbruch am 22. Mai kamen nach UN-Angaben 32 Menschen ums Leben. Rund 4500 Häuser wurden zerstört. Goma liegt nur rund zwölf Kilometer von dem knapp 3500 Meter hohen Vulkan entfernt.

Nun wurde die Stadt evakuiert. Der Gouverneur der Provinz Nord-Kivu rief alle Einwohner der sogenannten „roten Zone“, der am meisten bedrohten Bezirke, dazu auf, das Gebiet umgehend zu verlassen und Sicherheit zu suchen.

Die in Goma lebenden Salesianer Don Boscos und ihre Einrichtungen waren ebenfalls betroffen. Nachdem sie bereits am Tag des Vulkanausbruchs mit den Babys und Kleinkindern des Ushindi-Waisenhauses des „Maison Marguerite“ und mit anderen Kindern und Jugendlichen desim "Maison Gahinja"umgezogen waren, mussten sie noch einmal schnell reagieren.

Sie haben nun die Kinder und ihre Mütter in Shasha, eine Stadt etwa 40 km von Goma entfernt, in Sicherheit gebracht, wo die Salesianer Don Boscos eine Bleibe für sie eingerichtet haben, wo sie vor einem weiteren möglichen Ausbruch und den anhaltenden Erschütterungen sicher sind.

(ANS/dbma)

Indien verzeichnet einen neuen Höchstwert an Covid-19-Todesfällen und Neuinfektionen

© Salesianer Don Boscos

Die Salesianer Don Boscos in Indien arbeiten weiterhin unermüdlich daran, den von den Auswirkungen der Pandemie betroffenen Menschen zu helfen.

Wie die indische Nachrichtenagentur „NDTV“ am 18. Mai berichtet, sind Krankenhausbetten schwer zu finden, da Indien gegen eine verheerende zweite Welle von Covid-Infektionen ankämpft. Asymptomatische Patienten und Patienten mit leichten Symptomen werden ermutigt, sich zu Hause zu isolieren. Aufgrund der durch das Virus verursachten Erschöpfung, fällt es Covid-19 Erkrankten sogar schwer, selbst eine Mahlzeit zu kochen.

Im Rahmen der Initiative BREADS in Bangalore, Südindien, werden Covid-Patienten in häuslicher Isolation und ihren Familien kostenlos frische und nahrhafte Mahlzeiten angeboten. Die Speisen werden in verschiedenen Küchen in der Stadt gekocht und anschließend zum Mittag- und Abendessen nach Hause geliefert. Rehana, eine junge Frau aus Bangalore, erklärt, dass sie und ihre Eltern so schwach seien, dass sie sich nicht einmal bewegen könnten. Die Leute hatten Angst, sich ihrer Tür zu nähern, und sie wussten nicht, wie sie um Hilfe bitten sollten. Dann erzählte ihr eine Freundin von der Hauslieferungsinitiative. „Anfangs zögerte ich“,  erklärt sie, „aber für mich und meine Familie war es eine wirklich grundlegende Hilfe.“ 

Die Arbeit der Salesianer in Bangalore endet hier jedoch nicht. Es gibt 17 salesianische Einrichtungen in Bangalore, die im Kampf gegen das Virus aktiv sind und die viele Dienstleistungen  anbieten: Lieferung von Lebensmittelrationen, Verabreichung von Impfstoffen, Blutspenden, Verteilung von Masken und anderen Hygieneprodukten, psychologische Unterstützung und sogar Hilfe bei der Organisation der Beerdigung der Opfer. Die Don Bosco Mission Austria unterstützt die Covid-19-Nothilfe der Salesianer Don Boscos in Indien.

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(dbma)

Südindien: 50 junge Freiwillige helfen in Krankenhäusern

© Salesianer Don Boscos

Salesianer Pater Anil D'sa, SDB, Direktor der indischen katholischen Jugendbewegung in Bangalore, Südindien, hat, zusammen mit der Gemeinschaft der Kamillianischen Schwestern, junge Menschen motiviert, in den Krankenhäusern der Stadt Bangalore in Südindien zu helfen.

Die Gruppe der sogenannten „Covid Warriors“ besteht aus 50 jungen Frauen und Männern, zusammen mit einigen Ordensleuten, die von erfahrenen Ärzten ausgebildet wurden, um in verschiedenen Bereichen der Krankenhäuser zu helfen.

Sie versorgen die Covid-19-Patienten mit Lebensmitteln und helfen bei der Verabreichung mit Medikamenten auf den allgemeinen Stationen, aber auch auf den Intensivstationen unterstützen sie die Arbeit des überarbeiteten Pflegepersonals.

„Sie bringen nicht nur den Patienten Freude und Trost, sondern auch den Mitarbeitern an vorderster Front, die sich Tag für Tag für das Wohl der Patienten einsetzen. In der Tat sind sie selbst zu Frontarbeitern geworden.“ freut sich die Krankenhausleitung.


Wir unterstützen die Covid-19 Nothilfe der Salesianer Don Boscos in Indien.

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(dbma)

Corona-Pandemie - Salesianer Don Boscos helfen weltweit

© Salesianer Don Boscos

Seit einem Jahr hält das Coronavirus die Welt fest im Griff. Ein Ende der Pandemie ist noch nicht absehbar.

Vor allem ärmere Länder des Südens sind stark betroffen. In zahlreichen Ländern gibt es kein funktionierendes Gesundheitssystem. Es gibt keine Krankenversicherung, kaum medizinisches Personal, kein sauberes Wasser: Das Coronavirus trifft in Afrika, Asien und Südamerika auf Menschen, die ohnehin kaum genug zum Leben haben, vor allem die Kinder leiden.

Solidaritätsnetzwerk der Salesianer Don Boscos weltweit

Nach Ausbruch der weltweiten Corona-Pandemie haben die Salesianer Don Boscos schnell reagiert. Im April 2020 wurde von der Generalleitung in Rom das Salesianer-Netzwerk Don Bosco Solidarity COVID-19 Relief implementiert, ein weltweit agierendes Programm zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus.Mit diesem Netzwerk wurden insgesamt mehr als 200 COVID-19-Nothilfeprojekte unter Beteiligung aller salesianischen Hilfsorganisationen weltweit unterstützt.

Die COVID-19 Projekte umfassten Informations- und Gesundheitskampagnen, insbesondere in den ländlichen Regionen der betroffenen Länder. Mit Aufklärungskampagnen durch geschultes Gesundheitspersonal wurden die Menschen über die Übertragung des Virus, die Symptome der Erkrankung und die notwendigen Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Virus aufgeklärt.

Des Weiteren wurden Hilfspakete mit Lebensmitteln, Sanitär- und Hygieneartikeln an bedürftige Familien verteilt. Krankenhäuser erhielten Medikamente, Schutzbekleidung und Desinfektionsmittel, Gesichtsmasken wurden in vielen Regionen selbst hergestellt. Und die Salesianer Don Boscos stellten ihre Einrichtungen für Quarantänemaßnahmen zur Verfügung.

Wir, die Don Bosco Mission Austria haben insgesamt neun COVID-19-Nothilfeprojekte in Äthiopien, Demokratische Republik Kongo, Ghana, Liberia, Indien, Sri Lanka und Guatemala unterstützt.

Kurzfilm COVID-19 Solidarität der Salesianer Don Boscos in Afrika (in Englisch)

Kurzfilm "Wir sitzen alle im selben Boot"
(in Englisch)

(dbma)

Schulschließungen und Lockdown - wir helfen!

© Don Bosco Mission Bonn_Remil Thilak

Die Corona-Pandemie führt nach Ansicht von Papst Franziskus zu einer „Bildungskatastrophe“.

Von den weltweiten Schulschließungen aufgrund der Corona-Pandemie waren zeitweise 1,5 Milliarden Kinder betroffen. Noch immer können mehrere hunderte Millionen Schüler nicht in die Klassenzimmer zurück. Fast die Hälfte von ihnen hat keine Chance auf Online-Unterricht. Die Pandemie verstärkt die Ungleichheit. Das gilt für reiche Industrienationen, aber noch viel mehr für arme Länder.

Papst Franziskus warnt vor den negativen Folgen von Online-Unterricht für Kinder und Jugendliche. Der Wechsel auf digitale Unterrichtsangebote habe eine „ausgeprägte Ungleichheit zwischen den pädagogischen und technologischen Möglichkeiten“  ans Licht gebracht, sagte der Papst beim Jahresempfang für die Botschafter im Vatikan.

Indien: Online-Unterricht erreicht die wenigsten

Bis heute sind für viele Kinder und Jugendliche die Schulen in Indien wegen der Corona-Pandemie geschlossen, seit fast einem Jahr. Manche Schulen bieten digitalen Unterricht an. Der Online-Unterricht wird die Bildungskluft im Land wahrscheinlich noch vergrößern. Nicht einmal zehn Prozent der Familien mit Schulkindern haben zu Hause einen Computer und Internet. Aber nicht nur die Bildungskluft wird größer, sondern auch psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen, wie Depressionen, drohen zuzunehmen.

Die Salesianer Don Boscos stehen in diesen schwierigen Zeiten noch enger an der Seite der Kinder und Jugendlichen. Die Don Bosco Mission Austria unterstützt weltweit Bildungsprojekte der Salesianer Don Boscos.

(kath/dbma)

Don Bosco Mission Austria bei Berufsbildungsmesse in Ghana

Die Salesianer Don Boscos nahmen von 19. bis 20. Oktober 2020 bei der Internationalen Berufsbildungsmesse "Educata Ghana 2020" in Accra teil.

Ein starkes Team vom Projektbüro und Don Bosco Youth Network der Salesianer Don Boscos mit Benson Osei Boateng (Koordinator), Bruder Christoph (Direktor Solar Don Bosco Training Center) war für die Planung, Organisation und Implementierung eines eigenen Ausstellungsstandes sowie der Koordination der Schüler/-innen und Studierenden vor Ort zuständig.

Educata Ghana 2020, die größte Berufsausbildungsmesse in Westafrika, bot eine einzigartige Plattform für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Fachleute, Unternehmen und Organisationen aus dem In- und Ausland. Unter den Ausstellern waren internationale Institutionen und Firmen aus der EU, aus Deutschland, Australien, Südostasien und Ghana.

Neben den Ausstellern gab es kreative Ecken mit TV-Diskussionen, Radiobeiträgen wie Don Bosco Radio, eine Unternehmerinsel mit Vorträgen und Diskussionen zu firmenspezifischen Themen sowie verschiedene Aktivitäten in Bezug auf Berufs - und Hochschulbildung in Ghana.

Hier sehen Sie einen Kurzfilm zur Educata Ghana 20.

Zehnter Nachfolger Don Boscos wiedergewählt

Generaloberer Don Ángel Fernández Artime SDB

Der Spanier Don Ángel Fernández Artime (59) bleibt Generaloberer der Salesianer Don Boscos. Das 28. Generalkapitel der Kongregation bestätigte den zehnten Nachfolger Don Boscos für eine weitere Amtszeit von sechs Jahren. Fernández Artime war 2014 auf den Mexikaner Don Pascual Chávez (72) gefolgt, der dieses Amt zuvor zwölf Jahre innegehabt hatte.

Der neue Generalrat für die Region Mittel- und Nordeuropa ist Pater Roman Jachimowicz.
Der neue Generalrat für die Missionen ist Pater Alfred Maravilla, Provinzial aus Papua Neuguinea.

Neben der Wahl des Generaloberen und den Wahlen zum Generalrat beschäftigten sich die Delegierten aus aller Welt mit der Fragestellung, wie die Salesianer Don Boscos in Zukunft für junge Menschen da sein wollen. Dabei ging es um drei Themenbereiche: der Priorität der salesianischen Sendung unter den Jugendlichen von heute, dem Profil des Salesianers für die Jugendlichen von heute und der Zusammenarbeit mit Laien in der Sendung und in der Aus- und Fortbildung.

Das Generalkapitel der Salesianer Don Boscos wird alle sechs Jahre unter der Leitung des Generalobern einberufen. Es ist höchstes Entscheidungsgremium der Kongregation. Die Österreichische Provinz der Salesianer Don Boscos wurde von Provinzial Pater Petrus Obermüller, Pater Siegfried Kettner und Bruder Günter Mayer vertreten.

RefÖA/ bs

Anerkennung für die Salesianer Don Boscos in Sierra Leone

First Lady Fatima Maada Bio mit P. Jorge Crisafulli SDB

Die Salesianer Don Boscos erfahren in dem westafrikanischen Land viel Beachtung und Anerkennung in der Bevölkerung. Die Einrichtung Don Bosco Fambul (bedeutet Familie) setzt sich seit vielen Jahren für den Schutz der am stärksten gefährdeten Minderjährigen ein: missbrauchte und ausgebeutete Kinder.

Die First Lady von Sierra Leone Fatima Maada Bio hat am 13. August 2020 ein Abkommen zwischen Don Bosco Fambul und verschiedenen nationalen Agenturen Sierra Leones zum Schutz von Kindern im Kampf gegen Gewalt und Kindesmissbrauch unterzeichnet.

Unter den vielen humanitären Aktivitäten von Don Bosco Fambul gibt es auch ein neues Projekt: ein Therapiezentrum mit einer Klinik, Unterkünfte für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter und ein Haus für die Salesianer Gemeinschaft.  Das Zentrum ist auch in der Corona-Pandemie ein sicherer und pandemiefreier Ort und hat bereits viele Minderjährige unter den Bedürftigsten in Sierra Leone aufgenommen.

Die First Lady von Sierra Leone wählte Don Bosco Fambul wegen ihrer hervorragenden Arbeit aus, um das erste „Abkommen gegen häusliche und sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Erwachsene“ in Sierra Leone zu unterzeichnen. 

Mit dieser Vereinbarung kann die Klinik von Don Bosco Fambul forensische Berichte über missbrauchte Minderjährige erstellen, die im Zentrum ankommen. Auf diese Weise kann die Polizei frühzeitig Ermittlungen durchführen und die Täter festnehmen.

Das vor einigen Jahren von den Salesianern Don Boscos gestartete Programm „Girls Shelter“ wendet sich gezielt an minderjährige Prostituierte. Sozialarbeiterinnen stellen auf der Straße den Erstkontakt mit den Mädchen her. In weiterer Folge nehmen die Mädchen an einem Rehabilitationsprogramm teil. Das Ziel ist, die Mädchen von der Straße zu holen, ihnen eine sichere Umgebung zu bieten, eine Ausbildung zu ermöglichen und sie langfristig wieder in die Gesellschaft zu integrieren und mit ihren Familien zusammenzuführen. 

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt seit drei Jahren wesentlich das Mädchenschutzprogramm in Sierra Leone. Hier können Sie spenden. 

Ein herzliches Vergelt’s Gott für Ihre Spende!

(ANS / bs)

 

Corona-Pandemie – wir helfen!

Das Coronavirus betrifft uns alle, alt und jung, sowohl in Österreich als auch weltweit. Das Virus stellt auch eine neue, große Gefahr für die Menschen in den ärmsten Ländern dar.

In zahlreichen Ländern gibt es kein funktionierendes Gesundheitssystem.  Es gibt keine Krankenversicherung, kaum medizinisches Personal, kein sauberes Wasser: Das Coronavirus trifft in Afrika, Asien und Südamerika auf Menschen, die ohnehin kaum genug zum Leben haben.

Die Salesianer Don Boscos helfen schnell und wirkungsvoll über ihr gut verankertes Netzwerk. So auch in der aktuellen Corona-Krise. Sie wissen, wo die Not am größten ist, denn sie leben mit den Ärmsten gemeinschaftlich verbunden, sie sind verwurzelt, ortskundig, sehr gut vernetzt und in einem Krisenfall sofort aktiv. Aktuell unterstützen sie weltweit an die 200 Corona-Nothilfeprojekte. Dafür werden über sechs Millionen Euro benötigt. Mit Hilfe der Provinz und unseren Salesianerhäusern in Österreich sowie weiteren Spenden konnte die Don Bosco Mission Austria bis jetzt neun COVID-19 Projekte in Afrika, Asien und Südamerika mit einer Summe von rund 105.000 Euro fördern. Die geförderten Projekte zeigen auf, wie die Salesianer Don Boscos für die Ärmsten einstehen – mit Hilfspaketen mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln, Schutzbekleidung, Informations- und Gesundheitskampagnen und mit Solidarität.

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt die Maßnahmen der Salesianer Don Boscos im Kampf gegen das Coronavirus. Bitte helfen Sie uns, damit wir in dieser Krisenzeit auch für die Schwächsten da sein können.

Hier können Sie die aktuellen Corona Nothilfe-Projekte unterstützen: https://altruja.de/corona-nothilfe/spende?

Ein herzliches Vergelt’s Gott für Ihre Spende!

(bs)

Salesaianer Don Boscos fürchten schwere Folgen des Coronavirus für arme Länder

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos rechnet mit besonders schweren Folgen der Corona-Pandemie für Entwicklungs- und Schwellenländer. "Aus Asien erreichen uns bereits seit Wochen erschütternde Berichte, aber auch die Partner aus Afrika und vielen Ländern Lateinamerikas melden zunehmend massive Probleme von Armut und Hunger infolge der Lockdown-Situationen", erklärte die internationale Projektleiterin von Don Bosco Bonn, Silvia Cromm, am Freitag. Besonders in Flüchtlingscamps und Slums in den Ländern seien die Hygienebedingungen katastrophal.

Durch die Ausgangssperren aufgrund der Corona-Pandemie hätten außerdem viele Tagelöhner in Entwicklungs- und Schwellenländern ihre Jobs verloren, so Cromm weiter. Ihre Familie seien deswegen nicht nur von dem Coronavirus bedroht, sondern auch von Armut und Hunger. Die Ordensgemeinschaft befürchtet, dass die Gesundheitskrise zu einer Wirtschaftskrise werde, die schwache und arme Menschen erneut treffe. Die Ordensgemeinschaft sorgt sich auch um Straßenkinder und benachteiligte Jugendliche, die aufgrund der Ausgangsregeln nicht mehr ausreichend betreut würden.

Don Bosco Mission Austria untersützt die Salesianer Don Boscos in besonders betroffenen Regionen und Einrichtungen und sammelt Spenden, um den globalen Einsatz gegen die Corona-Pandemie zu verstärken. Das Spektrum der Hilfsleistungen reicht dabei von der Versorgung mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln über die Verteilung von Medikamenten bis hin zu Informationskampagnen zur Gesundheitsprävention. Besonders Kinder und arme Familien, alleinstehende Mütter, kranke und alte Menschen sowie Geflüchtete sollen von den Hilfsleistungen profitieren.
(KAP / KNA / bs)

Schülerinnen unterstützen Straßenkinder in Kolumbien

v. li. n. re.: Mag. Susanne Manzl, Mag. Norbert Leitinger, Antonia Kaltenleitner, Victoria Schindlauer, Veronika Widlroither, Pfarrer Dr. Ernst Wageneder

Schülerinnen aus Mondsee unterstützen Straßenkinderprojekt der Salesianer Don Boscos in Kolumbien

Im Rahmen der Diplomarbeit „Die Schattenseiten Kolumbiens“ an der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW) Neumarkt spendeten die Schülerinnen Antonia Kaltenleitner und Victoria Schindlauer 1.000 Euro an die Don Bosco Mission Austria. Das auserwählte Projekt unterstützt Straßenkinder in Kolumbien.

Den Erlös erwirtschafteten sie durch die Mithilfe beim jährlichen Flohmarkt der Katholischen Frauenbewegung der Pfarre Mondsee. Unterstützung bekamen die Schülerinnen durch Veronika Widlroither, der Leiterin der Frauenbewegung, Pfarrer Dr. Ernst Wageneder und durch ihre Betreuungslehrerin Mag. Susanne Manzl.

Am 24. Februar 2020 überreichte Pfarrer Ernst Wageneder den beiden Schülerinnen in Anwesenheit von Direktor Mag. Norbert Leitinger ein Zertifikat der Don Bosco Mission Austria.

Die Salesianer Don Boscos betreiben in Medellin, die zweitgrößte Stadt Kolumbiens, die „Ciudad Don Bosco“. Die „Stadt Don Boscos“ ist ein Zentrum der Hoffnung. Mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich dort um Kinder aller Altersgruppen. Die Kinder und Jugendlichen, die in der Ciudad Don Bosco untergebracht sind, sind ehemalige Kindersoldaten, Waisen und Straßenkinder oder Kinder, die wegen Gewalt, Missbrauch, Drogen, Sucht und Armut von ihren Familien getrennt wurden. Unter dem gemeinsamen Dach der Ciudad Don Bosco setzt man sich hier für eine bessere Zukunft für die Kinder und Jugendlichen ein.

Hier können Sie helfen.

Choose Your Mission

Die Don Bosco Mission Austria hielt Workshops zum Thema Straßenkinder - An die Ränder der Gesellschaft gehen.

Die von 22.-24. Oktober 2019 im Don Bosco Haus Wien angebotene Veranstaltung unter dem Titel "Choose your mission" fand anlässlich des "Außerordentlichen Monats der Weltmission" statt.  Papst Franziskus motiviert im Außerordentlichen Monat der Weltmission, sich konkret die Frage zu stellen: Was ist meine Mission in dieser Welt? Was heißt es, dass ich als Christin, als Christ eine Mission bin?

Während drei Tage kamen 250 Schülerinnen und Schüler von Wiener Oberstufen-Schulen ins Don Bosco Haus und beschäftigen sich  im Rahmen von Halbtags-Workshops mit der Frage nach ihrer eigenen "Mission in der Welt".  Angeboten wurden Workshops von Missio Österreich, von der Don Bosco Mission Austria, der Don Bosco Haus Jugendbildung und von verschiedenen Ordensgemeinschaften.

„Die Expertise und die Vielfalt von Ordensgemeinschaften und Hilfsorganisationen wie Missio Österreich und Don Bosco Mission Austria forderten die Schülerinnen und Schüler heraus, sich mit existentiellen Fragen zu beschäftigen und ihren Blick auf konkrete Herausforderungen in den Ländern des globalen Südens zu richten“, so Organisatorin Maria-Theres Welich vom Don Bosco Haus.
Bruder Günter Mayer hält eine Schuhputzkiste aus Nigeria Foto: Simon Kupferschmid/Missio Österreich

Die Don Bosco Mission Austria beschäftigte sich in ihren Workshops mit dem Thema „Straßenkinder und die Mission von heute: An die Ränder der Gesellschaft gehen“. Wir wollten gemeinsam herausfinden, warum Kinder und Jugendliche auf der Straße leben. Was sind die Ursachen? Welche Wege führen heraus? Was bedeutet Mission in diesem Zusammenhang?

„Kinder und Jugendliche in Österreich kennen diese Form der sozialen Ungerechtigkeit oft nicht. Mit diesem Workshop möchten wir auf das Problem der ungerechten Verteilung in der Welt aufmerksam machen und die Schülerinnen und Schüler für die Solidarität mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen sensibilisieren“, so Bruder Günter Mayer.

v.l.n.r.: Lukas Kamleithner, Anna Tiefenbacher, Sr. Christina Blätterbinder, Otto Neubauer, Pia Schildmair, P. Karl Wallner, Br. Günter Mayer

Auftakt für die Schulworkshop-Reihe machte am 21. Oktober eine Podiumsdiskussion zum Thema "Choose Your Mission". Es diskutierten Missio-Nationaldirektor Pater Karl Wallner, Bruder Günter Mayer, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria, Krankenhausseelsorgerin Pia Schildmair, Otto Neubauer, Direktor der Akademie für Dialog und Evangelisation, die Steyler Missionsschwester Christina Blätterbinder und die beiden ehemaligen Volontäre Anna Tiefenbacher und Lukas Kamleithner, die bei Einrichtungen der Don Bosco Schwestern und Salesianer Don Boscos tätig waren.

Am Podium zeigte sich die Vielfalt der Zugänge zum Thema Mission. Dabei zeigte sich die die gemeinsame Überzeugung der Diskutanten, dass es die missionarische Sendung der Kirche in der Welt von heute braucht.
 
(bs)

Oberösterreich ehrte Bruder Günter Mayer SDB

Landeshauptmann Thomas Stelzer und Salesianermissionar Günter Mayer SDB. Foto: Land Oberösterreich/Vanessa Ehrengruber

LandeshauptmannThomas Stelzer überreichte Landesauszeichnungen an Missionarinnen und Missionare aus Oberösterreich. Das Verdienstzeichen wurde dabei Bruder Günter Mayer (Salesianer Don Boscos, Geschäftsführer Don Bosco Mission Austria, sowie langjähriger Missionar in Ghana) verliehen. Mit dabei waren der Linzer Bischof Manfred Scheuer und Altbischof Ludwig Schwarz.

Am 7. Oktober 2019 ehrte Landeshauptmann Thomas Stelzer 15 Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, die weltweit im Einsatz waren und sich nach diesem Ideal für eine gerechtere Welt mit ihrem Wissen und ihrer Tatkraft in den Dienst einer Mission gestellt haben:

„Sie haben dazu beigetragen, dass weltweit vieles besser geworden ist: Zum Beispiel die Steigerung der weltweiten Lebenserwartung und der Alphabetisierungsquote. Denn Entwicklungszusammenarbeit hat in Oberösterreich schon immer eine große Tradition – die Ausgezeichneten zeigen das mit ihrem jeweiligen persönlichen Beispiel!"
 

Das Gebet ist die stärkste Waffe

Missio Österreich hat P. Tom nach Österreich eingeladen. Foto: Kathpress

Salesianerpriester Tom Uzhunnalil ist während des „Außerordentlichen Monats der Weltmission“ in Österreich.

557 Tage Geiselhaft in der Hand islamistischer Terroristen im Bürgerkriegsland Jemen und trotzdem weder Alpträume noch Depression: Davon berichtet der katholische Priester Tom Uzhunnalil, der sich derzeit anlässlich des "Außerordentlichen Monats der Weltmission" in Österreich aufhält. Pater Tom besucht auch die Salesianerpfarre Stadlau, die Don Bosco Schulen in Unterwaltersdorf und Vöcklabruck sowie das Wiener Salesianum.

Seine eindrucksvollen Schilderungen will er als Zeugnis für die Macht von Gebet und Vergebung verstanden wissen. "Ich empfinde keinen Groll für meine Entführer und habe ihnen vergeben. Das Gebet ist die stärkste Waffe, Vergebung die stärkste Medizin", erklärte der aus Indien stammende Salesianerpater im Interview mit "Kathpress".

Die Morgenstunden des 16. März 2016 brachten einen Einschnitt im Leben von P. Uzhunnalil. Der in einem Altersheim der Mutter-Teresa-Schwestern in Aden tätige Geistliche war nach der täglichen Morgenmesse mit Anbetung gerade bei einer Segnung in der Kapelle, als bewaffnete Islamisten das Gelände stürmten und 16 Mitarbeiter - davon außer den vier katholischen Ordensfrauen alle Muslime - erschossen. P. Uzhunnalil war nicht als Priester erkenntlich und wurde von den Angreifern gefragt, ob er Muslim sei. Nach seiner Antwort "Ich bin Christ" glaubte er, nun sei er an der Reihe. Er wurde jedoch gefesselt und mit verbundenen Augen in einen Kofferraum verfrachtet und zu einem Haus in der Stadt Aden gebracht.

Dies war der Beginn der eineinhalbjährigen Gefangenschaft von P. Uzhunnalil an insgesamt drei verschiedenen Orten, jeweils in verschlossenen Zimmern. "Ich hatte weiter die Augen verbunden und wurde bewacht, verstand das im Haus vernehmbare Arabisch jedoch nicht. Meine Entführer verhörten mich zwar anfangs und drehten mehrere Videos mit mir. Niemals aber schlugen oder folterten sie mich, sondern sorgten vielmehr darum, dass es mir an nichts fehle: Ich bekam Essen - sogar im Ramadan - und, als ich erkrankte, Paracetamol, obwohl dies zu Kriegszeiten schwer erhältlich war", berichtete der Priester im Interview. Einzig das von ihm als Diabetiker benötigten Insulin gab es im Jemen nicht - weshalb er in Summe um fast 30 Kilogramm abmagerte.

Gebete, die erhört wurden
Die Geiselhaft sei für ihn eine "Vertiefung des Glaubens an Gott" gewesen, gab der indische Salesianermissionar rückblickend an. Er habe ein intensives Gebetsleben gepflegt, "mit den Angelus-Gebeten, der Betrachtung des Rosenkranzes und des Kreuzwegs, dem Barmherzigkeits-Rosenkranz sowie täglich einer Messe, die ich in Ermangelung von Brot und Wein immer nur geistlich feierte". Sein Schlaf sei stets gut gewesen. "Wenn ich aufwachte, dankte ich Gott. Ich bat ihn darum, dass man mich so bald wie möglich freilassen möge, zugleich aber auch um die Gnade, den Auftrag, den er mir zu gedacht hatte, gut zu erfüllen", sagte Uzhunnalil. Sorgen oder Todesangst seien bei ihm nie aufgekommen.

Vieles habe ihm bestätigt, dass die Gebete gehört wurden, allen voran die Tatsache seines Überlebens und der guten Behandlung durch die Entführer, betonte der Salesianerpater. Allerdings habe ihn anfangs die vor seinen Augen geschehene Ermordung der Schwestern beunruhigt. "Mein größtes Gebetsanliegen war, dass sie bei Gott seien. Eines Tages drängte mich etwas, Gott um Regen zu bitten als Bestätigung dafür. Am Abend ging ein heftiges Gewitter mit Starkregen über Aden nieder." Papst Franziskus hatte die vier Ordensfrauen als Märtyrerinnen bezeichnet. Sie hätten ein "heiligmäßiges Leben" gehabt und seien gut vorbereitet gestorben - "das kann ich als Beichtvater bestätigen", erklärte Uzhunnalil.

Niemand als Feind sehen
Doch auch die Entführer, die der Priester als Mitglieder der Al-Kaida oder des IS wähnte, kamen in seinen Gebeten vor. "Schon vor dem Angriff auf unser Zentrum haben wir mit den Schwestern täglich außer für das Kriegsende auch für die Fundamentalisten gebetet, dass sie im Herzen umkehren mögen und Gott ihnen barmherzig sei. In den Schreckmomenten selbst und an allen Tagen meiner Gefangenschaft behielt ich das bei. Jesus hat gesagt: 'Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.' Wir sollen das genauso halten", erklärte der Ordensmann. Christen hätten auch den Terroristen zu vergeben. "Alle Menschen sind von vornherein gut. Manche verführt ihre schwierige Lage und Unterdrückung zu Radikalismus und extremen Reaktionen. Wir dürfen sie nicht als Feinde sehen oder mit gleichen Waffen bekämpfen, auch wenn wir ihre Auffassung nicht teilen."

Pater Toms Gefangenschaft endete am 12. September 2017 im Oman, wobei ihm die Hintergründe sowohl der Entführung als auch der Freilassung nicht bekannt sind. Als seinen nunmehrigen Auftrag sehe er, den vielen Menschen weltweit zu danken, die in den 18 Monaten für ihn gebetet hatten, betonte er. "Christen auf allen Kontinenten, aber auch Muslime und Hindus haben für mich gebetet. Dass ich hier bin und lebe, ist die Frucht des Gebetes. Gott existiert, und er erhört die Gebete und beantwortet sie immer." In Zukunft hoffe er, wieder in den Jemen zurückkehren zu können: Die Mutter-Teresa-Schwestern hätten in ihren drei verbleibenden Standorten im Land - der von Aden wurde mit dem Terrorangriff 2016 ausgelöscht - weiterhin keinen Priester.

(KAP/red)

Zehn Mal an Malaria erkrankt

Der 85-Jährige Salesianerpriester unterstützt Waisen- und Straßenkinder in der Demokratischen Republik Kongo. Foto: Wolfgang Zarl

Der charismatische Pater Johann Kiesling schenkt sich selbst nichts: Zehn Mal erkrankte er bereits an Malaria und der 85-Jährige setzt sich dennoch weiter mit aller Kraft für die Ärmsten der Armen ein. Diese leiden etwa unter Lepra oder Malaria.

15.000 Quadratkilometer umfasst sein riesiges Wirkungsgebiet: Bei seinem Besuch in der Salesianerpfarre Amstetten Herz Jesu informierte der Salesianer-Priester über seine Arbeit in Kipushya im Kongo. Er dankte den Amstettnern, die ihm schon so großzügig geholfen hätten: „Jede auch noch so kleine Gabe hat große Wirkung, um den Hunderten Straßenkindern und Waisenkindern eine Existenz aufzubauen.“

Die Not sei in manchen Regionen sehr schlimm und die Hilfe vielfältig, so werden zum Beispiel Brunnen gebaut und es wird ein medizinischer Blutaustauch für Malaria-Erkrankte ermöglicht . Um den Kindern und Jugendlichen zu helfen, brauche es Lehrstellen und dafür benötige man Werkstätten und Wohnungen.

P. Kiesling steht damit ganz in den Spuren des Wirkens des bekannten Jugendpatrons Don Bosco. Der Priester: „Wir können uns gewiss sein, dass uns Jesus eine schöne Wohnung bereitet.“ Umgekehrt könnten auch wir diesen jungen Leuten im Hier und Jetzt eine Wohnung bereiten. Das Glück von Menschen könne mit einer Lehre beginnen und dieses Glück werde gewiss an noch mehr Menschen weitergegeben.

Seit mehr als 35 Jahren ist Kiesling im Einsatz. Unermüdlich hat er zahlreiche Projekte - mit vielfacher Unterstützung aus Österreich - umgesetzt. Und die Hilfe geht weiter. Er vertraut auf die Barmherzigkeit Gottes!

Zum Schutz für die Indigenen und den Regenwald

Zum verstärkten Schutz der indigenen Völker und des Regenwalds hat die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission (KOO) aufgerufen. Die Don Bosco Mission Austria ist Mitglied in der KOO und unterstützt die Anliegen zur Verbesserung der Situation der Indigenen Bevölkerung in Lateinamerika.

KOO-Geschäftsführerin Anja Appel nahm sowohl Politik als auch Zivilgesellschaft und besonders die Kirche in die Pflicht. Die jüngsten Nachrichten über eine dramatischen Anstieg der Abholzungsrate in Brasiliens Regenwald im heurigen Jahr sind aus Sicht der KOO alarmierend. Dahinter, so Appel, stehe eine radikale Politik des brasilianischen Präsidenten Jair Messias Bolsonaro, "für den der Wald Quelle ökonomischen Profits und die dort ansässigen indigenen Völker ein Hindernis darstellen".

Freilich: Die Abholzung des Regenwalds geschehe vorrangig, um Weideland für Rinder und Anbauflächen für Soja und Palmöl zu gewinnen, so die Expertin; alles Produkte, die dem Export auch nach Europa dienten. Appel: "Den ökologischen und sozialen Preis dieser Produkte zahlt die gesamte Menschheit. Denn mit dem Verlust des Waldes und der Biodiversität gerät unser aller Leben noch weiter in Gefahr." Die Indigenen zu schützen und den Wald zu bewahren "fordert von uns daher eine Änderung des Lebensstils, wird in Folge aber unsere gemeinschaftliche Lebensqualität verbessern".

Hoffnungen setzt die KOO-Geschäftsführerin in die von Papst Franziskus für 6. bis 27. Oktober im Vatikan angesetzte Amazonien-Bischofssynode, die die Situation der Indigenen ganz besonders in den Blick nimmt: "Die Synode rückt die Indigenen von der Peripherie ins Zentrum weltkirchlicher Aufmerksamkeit, damit nicht nur die Bischöfe, sondern auch Gemeinschaft der katholischen Christinnen und Christen zu Hörenden und Sehenden werden. Das Leid der Schöpfung ist unermesslich groß und es ist jetzt die Zeit, endlich unser Handeln zu ändern. Wir wissen darum und viele tun dies bereits, aber bei weitem nicht genug."

Gerade Gläubige hätten eine besondere Vorbildfunktion, betonte Appel: "Wir wollen und sollen missionarisch wirken, unseren Glauben verkünden mit Taten und Worten. Tun wir dies gemeinschaftlich, können wir viel bewirken und Weitere mobilisieren. Und das meint nicht nur die Veränderung der individuellen Konsumgewohnheiten, sondern auch eine Konsequenz für das eigene politische Handeln, ob aktiv oder im Rahmen der Wahlen."

Dramatische Zahlen
Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet nahm zuletzt rasant zu. Im Juli wurden 2.255 Quadratkilometer Wald gerodet, ein Anstieg von 278 Prozent gegenüber dem Juli 2018, wie lokale Medien berichteten. Präsident Bolsonaro hatte die alarmierenden Zahlen zuletzt als Lügen bezeichnet und die Führung der staatlichen Behörde ausgewechselt, die die Abholzung misst.

(KAP/red)

Besuch von Bildungsminister Matthew Opoku-Prempeh

       

Schlimmste Flut seit 100 Jahren
Durch das Wasser wurden zwei Schulbusse wurden schwer beschädigt und fahruntüchtig.

Nach den schwersten Überschwemmungen in Kerala, Südindien, seit über 100 Jahren war auch die Don Bosco Schule Angamaly mit mehr als 1.200 Schülerinnen und Schülern betroffen. Das Schulgebäude stand unter Wasser, sämtliche Einrichtungsgegenstände im Erdgeschoß wurden beschädigt und gingen verloren.

Auch die Schulbusse, die die Schulkinder aus den umliegenden Dörfern in die Don Bosco Schule tagtäglich befördern, waren von der Flut betroffen. Wasser kam über die Fahrerkabine in den inneren Teil des Busses sowie in den gesamten Motorraum. Zwei Schulbusse, die älter als sieben Jahre waren, wurden schwer beschädigt und dadurch fahruntüchtig.

Mit der Unterstützung von 10.000 Euro konnte über die MIVA Austria (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) ein neuer Schulbus für die Don Bosco Schule Anagamaly angeschafft werden und die Kinder wieder sicher zur Schule gebracht werden.

Lassen Sie sich verzaubern!
Br. Günter Mayer SDB mit Gregor Hirscher

Am 7. Juni lud der ehemalige Volontär Gregor Hirscher zur Präsentation und Lesung aus dem Buch „Der Sepoy“ in den Festsaal des Wiener Salesianums.

Br. Günter Mayer, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria, begrüßte zusammen mit Gregor Hirscher die etwa 30 jungen Gäste, darunter viele ehemalige Volontärinnen und Volontäre.

Gregor Hirscher war ein Jahr lang als Volontär in einem Salesianer-Projekt in Bangalore, Indien. Sein Buch erzählt von dem jungen Volontär Maximilian und seiner ambitionierten Mission unter den jugendlichen Straßenkindern Indiens.

Die Buchpräsentation und Lesung wurde abgerundet mit einer musikalischen Begleitung der Band „Bottleheads“, die anschließende Agape lud ein zu zahlreichen Gesprächen und rundete einen spannenden und unterhaltsamen Abend ab.

Der Roman, 524 Seiten, erschien erstmals als Taschenbuch Dezember 2017 im Hirscher Verlag. https://hirscherverlag.jimdo.com

Gregor Hirscher abschließend: „Das Volontariat Bangalore in Indien bei den Salesianern Don Boscos war für mich eine Erfahrung von unschätzbarem Wert, das auch mein Leben geprägt hat. Ich möchte aus Dankbarkeit etwas zurückgeben, darum unterstütze ich die Don Bosco Mission Austria die auch in Indien einige Straßenkinder Projekte unterstützt.“

(Brigitte Sonnberger)

Von der Kindersoldatin zur Studentin

Mutig: Claudia (Name geändert) sprach beim Don Bosco Forum in Bonn.

Weltweit gibt es 250.000 Kindersoldaten. In Kolumbien kümmern sich die Salesianer Don Boscos um Kinder, die bei Rebellengruppen gekämpft haben - und versuchen, sie auf ein Leben danach vorzubereiten.

Einen Traum vom „normalen Leben“ träumt die 20-jährige Claudia (Name geändert). Mit 16 Jahren schloss sich die damalige Schülerin aus armen Verhältnissen in Kolumbien einer Guerillagruppe an, war Teil des Bürgerkriegs. Nach 15 Monaten wurde sie von der Armee verhaftet und in die Obhut des Jugendamtes übergeben. So fand sie den Weg zu Don Bosco in Medellín, wo sie die verlorene Schulzeit nachholen konnte und heute Gesundheitsmanagement studiert.

In die Gesellschaft eingliedern
„Die Zeit bei der Guerilla wird immer ein Teil von mir bleiben. Aber dank der Hilfe von Don Bosco konnte ich das Erlebte überwinden und meinen Traum von einem Studium verwirklichen“, erzählte die junge Frau mit strahlendem Lächeln. Noch heute leben 126 Mädchen und Jungen, die während des Bürgerkriegs bei bewaffneten Gruppen aktiv waren, in der Obhut der Salesianer. In der Ciudad Don Bosco werden sie psychologisch betreut, schulisch gefördert und nach Möglichkeit in ihre Familien wieder eingegliedert.

Zur Dokumentation über Kindersoldaten der Misiones Salesiana: HIER

Die Rechte von Jugendlichen stärken
„Wie kann aus Träumen Wirklichkeit werden? Jakob und Ernest, die für mehr Menschlichkeit eintreten, oder Claudia, die als ehemalige Kindersoldatin ihren Traum vom Studium lebt, unsere vielen Volontäre, die weltweit einen Friedensdienst leisten, sie alle sind Botschafter und unsere Hoffnung. Denn Jugendliche in ihren Rechten bestärken und sie damit zu Verfechtern von Frieden und Gerechtigkeit werden zu lassen, das ist unser Anliegen“, erklärte Nelson Penedo, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Bonn beim Don Bosco Forum in Bonn.

(don bosco mission bonn/red, Foto: Don Bosco Mission Bonn/ R.Unkel)

Was ich glaube

Bruder Günter Mayer gab im Rahmen der 25-Jahr-Feier der Salesianer in Ghana ORF-Redakteurin Gundi Lamprecht ein Interview für die Sendung: „Was ich glaube“.

Darin erinnert er an den Auftrag der Salesianer: „Man muss jungen Menschen eine Chance geben und eine Ausbildung.“ Was bedeutet das in der Mission? „Jetzt spricht man nicht mehr nur von der Mission, sondern von der Entwicklungspolitik. Ich muss schauen, dass Menschen menschwürdig leben können. Wir als Europäer haben eine Mitverantwortung. Wir haben jahrhundertelang aus diesen Ländern Ressourcen rausgenommen. Es ist eine Pflicht, etwas zurückzugeben.“

Der Mensch braucht eine Zukunft
Was Bruder Günter Mayer besonders beschäftigt ist die Fluchtbewegung vieler Menschen aus afrikanischen Ländern nach Europa – durch die Wüste und über das Mittelmeer: „Die Menschen riskieren ihr Leben. Was muss einen Menschen dazu treiben, dass er so eine Strapaze auf sich nimmt? Der Mensch braucht eine Zukunft.“

 

 

Straßenkinder in Hyderabad

Father Bellamkonda Sudhakar SDB ist Leiter des Straßenkinderzentrums der Salesianer in Hyderabad in Indien. Seit 20 Jahren gibt es in der der 8-Millionen-Metropole ein Programm für rund 1.000 Straßenkinder. Die Don Bosco Mission Austria wird zwei Projekte unterstützen: Einerseits die Nahrungsmittelversorgung der Straßenkinder und zweitens sollen Ausbildungsstipendien finanziert werden.

Mehr über seine Arbeit erzählte Fr. Sudhakar im Interview bei seinem Besuch bei der Don Bosco Mission Austria in Wien.

Was sind die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in Hyderabad und welche Ziele haben die Salesianer?

Wir haben in 20 Jahren Ausbildungen für acht Berufe aufgebaut. Viele haben eine Arbeit bekommen – das ist ein großer Erfolg. Unsere ehemaligen Schüler sind heute zum Beispiel bei der Polizei oder arbeiten in einer Bank und öffentlichen Stellen. Ein junger Mann studiert sogar in Österreich. Das macht uns natürlich stolz. In den kommenden zwei Jahren wollen wir die Hilfe im „Boys Home“ absichern. Betreut werden 300 Buben, die Straßenkinder, Waisen oder soziale Waisen sind. Die Angebote im „Girls Home“ gibt es seit zwei Jahren. Das Ziel unseres sozialen Netzwerkes ist es, der Not entgegenzuwirken, denn wir wollen niemanden abweisen.

Was machen die Volontärinnen aus Österreich in Hyderabad?

Die Volontärinnen sind gut integriert. Sie geben zusätzlich Englischstunden in der Früh, bevor der Unterricht in den Lehrwerkstätten beginnt und bereiten die Schüler auf einen Englischtest vor. Dann begleiten sie während des Tages Jugendliche in den Einrichtungen und an Sonntagen organisieren sie ein Freizeitprogramm.

Wie feiern Sie das Don Bosco Fest am 31. Jänner?

Wir haben ein „Open House“ mit einem Gottesdienst und gemeinsamen Mittagessen. Wir laden alle Kinder aus der Umgebung ein, auch Spender und Wohltäter. Besonders hübsch ist immer die Dekoration: bunte Luftballons, Tanz, Musik und Theateraufführungen dürfen nicht fehlen.

(sl)

25-Jahr-Jubiläum in Ghana

Für eine bessere Zukunft

Die Salesianer feierten das 25-Jahr-Jubiläum ihrer Arbeit in Ghana.

„Don Bosco rettete und rettet Menschen wie uns für eine bessere Zukunft. Der Auftrag und die Vision Don Boscos ist noch immer lebendig.“ So berührend waren die Zeugnisse der ehemaligen Schüler in Sunyani anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums der Salesianerpräsenz in Ghana. Immer wieder betonten die jungen Menschen, dass sie ohne Don Bosco keine Chancen gehabt hätten.

Auch eine Delegation aus Österreich und Deutschland  feierte am 21. Oktober 2017 mit den Mitbrüdern und Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft das silberne Jubiläum Don Boscos. Pater Petrus Obermüller hat seine Freude Ausdruck verliehen, dass Bruder Günter Mayer 18 Jahre in Ghana als Missionar gearbeitet hat und jetzt wieder in Österreich tätig ist, um die Geschäftsführung von Don Bosco Mission Austria zu leiten. So sei er weiterhin mit Ghana in Verbindung: „Es ist schön, dass durch die Mithilfe von Salesianern aus Österreich und Deutschland Großartiges für benachteiligte Kinder und Jugendliche aufgebaut werden konnte.“

Die österreichischen Salesianer Don Boscos haben das „Wunder von Ghana“ finanziell und personell bis heute unterstützt. Zusätzlich haben rund 70 Volontäre aus Österreich einen Freiwilligeneinsatz im Land getätigt. Provinzial Pater Petrus Obermüller SDB hob hervor, dass das Charisma Don Boscos in Ghana lebendig ist und Früchte trägt: „Ich freue mich besonders, dass sich junge Menschen durch ihren Freiwilligeneinsatz als Protagonisten im Dienst an den Nächsten zeigen.“

Das sagte auch der Leiter der Don Bosco Mission Bonn, Pater Josef Grüner SDB: Er ist glücklich über die Zusammenarbeit der Mitbrüder und Volontäre in Ghana: „Sie haben nicht nur viele Informationen über Ghana mitgebracht, sondern auch die Beziehungen vertieft.“ Als Geschenk brachte er einen kleinen Engel zur Erinnerung, dass alle füreinander Freunde und Engeln sein sollen.

Bürgermeister  Martin Obeng sagte bei der Feier: „Ich habe die Arbeit im Don Bosco Technical Institut immer bewundert für den Beitrag für Afrikas Zukunft.“ Das betonte auch Pater Michael Karikunnel SDB, der seit 1992 im Land als Missionar tätig ist: „Junge Menschen sind der Lebensquell jeder Gesellschaft. Die Salesianer gehen gemeinsam mit der Jugend, weil wir vom Wert und den Möglichkeiten jedes einzelnen Menschen überzeugt sind.“ Für die Arbeit dankten den Salesianern auch Bischof Matthew Gyamfi und der Vertreter des örtlichen Bildungsministeriums sowie der italienische Botschafter.

Die Salesianer Don Boscos in Ghana

Bruder Günter Mayer sagt über die wichtigsten Erfolge der Arbeit: “Mit unserem Programm "Youth for Life" in Schulen und Pfarren haben wir Tausende erreicht. Mit unserer beruflichen Ausbildung haben wir Hunderten ehemaligen Straßenkindern geholfen. Verschleppte Kinder konnten aus der Zwangsarbeit befreit werden, um eine Ausbildung zu bekommen. Wir unterstützen auch Kinder aus benachteiligten Familien mit Stipendien. Wichtig ist mir dabei: Was wir in den vergangenen 25 Jahren erreicht haben, hätten wir ohne die Großzügigkeit aus Österreich niemals alleine geschafft. Dafür sind wir sehr dankbar.”

Ghana bildet seit 2004 zusammen mit Nigeria, Liberia und Sierra Leone die Provinz Anglophone Westafrika der Salesianer Don Boscos. Die rund 190 Ordensmänner, die in der Provinz im Einsatz sind, widmen sich vor allem der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, da diese in Westafrika besonderen Gefahren ausgesetzt sind. In Ghana haben die Salesianer drei Standorte: 1992 begannen sie ihre Arbeit in Odumase, einem Vorort von Sunyani, und umliegenden Dörfern. 1996 folgte der Standort in Ashaiman, einem Vorort von Accra. 2016 kam Tatale im Norden des Landes hinzu – eine besonders arme Region, in der die Ordensgemeinschaft inzwischen in rund 30 Dörfern tätig ist. Insgesamt betreuen die Salesianer rund 12.000 Gläubige in vier Pfarren und 42 Missionen - Außenstationen. Sie betreiben mehrere Berufsschulen, Grundschulen, Vorschulen, Oratorien und Jugendzentren. Mit Stipendien ermöglicht der Orden jedes Jahr rund 3.100 Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch.

(lana ivanjek/presse don bosco)

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