Ein Jahr voller Freude und Neugier

Die Don Bosco Volos beweisen solidarisches Engagement. Foto: Benedikt Hageneder

15 junge Erwachsene starten ihren freiwilligen Auslandsdienst mit VOLONTARIAT bewegt. Am Samstag, dem 7. Juli 2018 wurden sie mit einem stimmungsvollen Fest und Gottesdienst im Beisein ihrer Familien und Freunde und der Salesianer in ihr Volontariat entsandt.

Die Freiwilligen werden in Kinder- und Jugendsozialprojekten der Salesianer Don Boscos in Afrika, Asien oder Lateinamerika tätig sein. Sie widmen ein Jahr ihres Lebens dem Wohl von benachteiligten jungen Menschen und sind Nachhilfelehrer, Fußballtrainer, Freizeitpädagogen oder Mutmacher.

Seit Beginn begleitet Provinzial Pater Petrus Obermüller die Sendungsfeiern der Don Bosco Volontärinnen und Volontäre. Auch in diesem Jahr zelebrierte er den Gottesdienst mit den künftigen "Volos" in der Wiener Don Bosco Kirche.

Höhepunkt ist die Überreichung des Sendungskreuzes durch Pater Petrus Obermüller. Foto: Benedikt Hageneder

Einsätze mit Tiefgang

8,5 Monate dauerte ein durchschnittlicher Freiwilligeneinsatz im Ausland 2017. Die Tendenz geht allgemein hin zu kürzerem Engagement im Ausland. VOLONTARIAT bewegt hält jedoch an einer Einsatzdauer von 10-12 Monaten fest, denn besonders die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht langfristiges Engagement von Freiwilligen notwendig.

  • Nähere Informationen: www.volontariat.at
  • Die nächsten Informations- und Auswahltage für eine Ausreise im Sommer 2019 finden am 8. September in Innsbruck und am 22. September in Wien statt.

(presse don bosco/ bs, Fotos: Don Bosco)

Unsere Salesianerpriester sind geweiht

Provinzial Pater Reinhard Gesing (Deutschland), Pater Simon Härting, Pater Peter Rinderer, Salesianerbischof Stefan Oster (Passau), Pater Johannes Haas, Provinzial Pater Petrus Obermüller (Österreich). Foto: Klaus Wolf

Die Don Bosco Mission Austria gratuliert Johannes M. Haas, Simon Härting und Peter Rinderer sehr herzlich zu ihrer Priesterweihe.

Die beiden Salesianer Johannes M. Haas SDB (30) aus Schardenberg/OÖ und Peter Rinderer SDB (31) aus Thüringerberg/Vlbg. empfingen am Sonntag, dem 1. Juli 2018 in der Basilika des Klosters Benediktbeuern – gemeinsam mit ihrem deutschen Mitbruder Simon Härting SDB (34) – die Priesterweihe. Weihespender war der Passauer Bischof Stefan Oster SDB, der selbst dem Salesianerorden angehört. 

"Danke für unsere Berufung. Es war nicht unsere Idee, dass wir hier heute stehen. Gott sei Dank“, lachend und sichtbar erleichtert stand Simon Härting am Sonntagmittag am Ambo der Basilika des Klosters Benediktbeuern und sprach im Namen der zuvor frisch geweihten Neupriester einige Dankesworte.

Zweieinhalb Stunden Festgottesdienst lagen zu diesem Zeitpunkt hinter ihnen und den rund 900 Festgästen in der bis auf den letzten Platz gefüllten barocken Pfarrkirche. Familie, Freunde, Weggefährten aus Schul- und Studienzeiten, Mitbrüder, Don-Bosco-Schwestern, Mitglieder der Don Bosco Familie in Deutschland und Österreich sowie viele junge Menschen aus den ehemaligen und aktuellen Wirkungsstätten der drei Salesianer hatten sich an diesem Sonntag auf den Weg ins oberbayerische Kloster Benediktbeuern gemacht, um sie bei ihrer Priesterweihe im Gebet zu begleiten.

Die Neupriester zu ihrer Priesterweihe

Johannes Haas: "Die Priesterweihe ist für mich ein Traum, der in Erfüllung geht. Ich wollte schon immer Priester werden - schon als kleiner Bub, als ich zu ministrieren begonnen habe. Mir hat dieser Beruf immer viel bedeutet, immer imponiert. Deswegen habe ich mich auf den Weg gemacht und bin dabeigeblieben."

Simon Härting: "Die Priesterweihe bedeutet für mich als Salesianer Don Boscos, noch einmal bewusster meine Berufung zu leben, bei den jungen Menschen zu sein und mich auch einzusetzen für das, was Don Bosco uns vorgelebt hat."

Peter Rinderer: "Die Priesterweihe ist ein großes Geschenk für mich. Ich habe vor zehn Jahren erkannt, dass das meine Berufung, mein Weg ist. Von dem her ist das jetzt so ein Höhepunkt, dem ich entgegengehe. Und ich freue mich sehr auf den Tag."

(presse don bosco/ bs, Fotos: Don Bosco)

Spendenlauf für Äthiopien

Mit dabei waren Schuldirektorin Beatrix Dillmann (links) und die Mitbrüder von den Salesianern Pater Simplice Tchoungang, Bruder Günter Mayer und Hausdirektor Pater Hans Randa.

5.000 EUR Reingewinn beim zweiten Spendenlauf im Don Bosco Gymnasium Unterwaltersdorf am 20. Juni 2018 für das Don Bosco Schulzentrum in Dilla/Äthiopien.

„Schülerinnen und Schüler setzen sich für andere ein und geben damit Kindern und Jugendlichen in Äthiopien eine neue Chance für Zukunft“, lobt Bruder Günter Mayer SDB, verantwortlicher Salesianer für die Don Bosco Mission Austria, die jungen Sportler aus dem Don Bosco Gymnasium Unterwaltersdorf.

Die Schulgemeinschaft etabliert mit dem erfolgreichen Laufevent seit dem Vorjahr die Hilfe für Missionsprojekte der Salesianer. Diesmal liefen die Schüler/innen, Lehrer/innen und auch einige laufbegeisterte Salesianer zugunsten des Don Bosco Schulzentrums in Dilla, Äthiopien. So war Schulleiterin Beatrix Dillmann mit dabei und auch Hausdirektor Salesianerpater Hans Randa SDB zog seine Sportschuhe für den Lauf an.

Ein großer Erfolg
Christian Rausch, Kunstprofessor am Don Bosco Gymnasium, gestaltete ein neues Lauf-Shirt. Mit dem Startgeld von 15 Euro wurde die Teilnahme an der ersten Runde mit dem Lauf-Shirt erworben. 483 Shirts wurden verkauft. So kamen viele Kilometer und 5.000 Euro Reingewinn zusammen. Ein großer Erfolg!

Bruder Günter Mayer wird Spenden an das Don Bosco Schulzentrum in Dilla, im Süden von Äthiopien übergeben. Die Salesianer sind hier seit vielen Jahren sehr engagiert. Sie betreiben einen Kindergarten, eine Volksschule, eine mittlere und höhere Schule, ein Jugendzentrum und auch eine Berufsschule für handwerkliche Berufe. Neben einer guten Ausbildung erhalten die Kinder auch Essen und medizinische Versorgung.

Spendenkonto Don Bosco Mission Austria
IBAN AT33 6000 0000 9001 3423. Die Spende ist steuerlich absetzbar. Registrierungsnummer: SO2476

Carina Baumgartner, Bruder Günter Mayer und Brigitte Sonnberger beim Infostand der Don Bosco Mission mit Verkostung von Spezialitäten aus Äthiopien.

(presse don bosco/ brigitte sonnberger/gb, Fotos: Don Bosco)

Lassen Sie sich verzaubern!

Br. Günter Mayer SDB mit Gregor Hirscher

Am 7. Juni lud der ehemalige Volontär Gregor Hirscher zur Präsentation und Lesung aus dem Buch „Der Sepoy“ in den Festsaal des Wiener Salesianums.

Br. Günter Mayer, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria, begrüßte zusammen mit Gregor Hirscher die etwa 30 jungen Gäste, darunter viele ehemalige Volontärinnen und Volontäre.

Gregor Hirscher war ein Jahr lang als Volontär in einem Salesianer-Projekt in Bangalore, Indien. Sein Buch erzählt von dem jungen Volontär Maximilian und seiner ambitionierten Mission unter den jugendlichen Straßenkindern Indiens.

Die Buchpräsentation und Lesung wurde abgerundet mit einer musikalischen Begleitung der Band „Bottleheads“, die anschließende Agape lud ein zu zahlreichen Gesprächen und rundete einen spannenden und unterhaltsamen Abend ab.

Der Roman, 524 Seiten, erschien erstmals als Taschenbuch Dezember 2017 im Hirscher Verlag. https://hirscherverlag.jimdo.com

Gregor Hirscher abschließend: „Das Volontariat Bangalore in Indien bei den Salesianern Don Boscos war für mich eine Erfahrung von unschätzbarem Wert, das auch mein Leben geprägt hat. Ich möchte aus Dankbarkeit etwas zurückgeben, darum unterstütze ich die Don Bosco Mission Austria die auch in Indien einige Straßenkinder Projekte unterstützt.“

(Brigitte Sonnberger)

Von der Kindersoldatin zur Studentin

Mutig: Claudia (Name geändert) sprach beim Don Bosco Forum in Bonn.

Weltweit gibt es 250.000 Kindersoldaten. In Kolumbien kümmern sich die Salesianer Don Boscos um Kinder, die bei Rebellengruppen gekämpft haben - und versuchen, sie auf ein Leben danach vorzubereiten.

Einen Traum vom „normalen Leben“ träumt die 20-jährige Claudia (Name geändert). Mit 16 Jahren schloss sich die damalige Schülerin aus armen Verhältnissen in Kolumbien einer Guerillagruppe an, war Teil des Bürgerkriegs. Nach 15 Monaten wurde sie von der Armee verhaftet und in die Obhut des Jugendamtes übergeben. So fand sie den Weg zu Don Bosco in Medellín, wo sie die verlorene Schulzeit nachholen konnte und heute Gesundheitsmanagement studiert.

In die Gesellschaft eingliedern
„Die Zeit bei der Guerilla wird immer ein Teil von mir bleiben. Aber dank der Hilfe von Don Bosco konnte ich das Erlebte überwinden und meinen Traum von einem Studium verwirklichen“, erzählte die junge Frau mit strahlendem Lächeln. Noch heute leben 126 Mädchen und Jungen, die während des Bürgerkriegs bei bewaffneten Gruppen aktiv waren, in der Obhut der Salesianer. In der Ciudad Don Bosco werden sie psychologisch betreut, schulisch gefördert und nach Möglichkeit in ihre Familien wieder eingegliedert.

Zur Dokumentation über Kindersoldaten der Misiones Salesiana: HIER

Die Rechte von Jugendlichen stärken
„Wie kann aus Träumen Wirklichkeit werden? Jakob und Ernest, die für mehr Menschlichkeit eintreten, oder Claudia, die als ehemalige Kindersoldatin ihren Traum vom Studium lebt, unsere vielen Volontäre, die weltweit einen Friedensdienst leisten, sie alle sind Botschafter und unsere Hoffnung. Denn Jugendliche in ihren Rechten bestärken und sie damit zu Verfechtern von Frieden und Gerechtigkeit werden zu lassen, das ist unser Anliegen“, erklärte Nelson Penedo, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Bonn beim Don Bosco Forum in Bonn.

(don bosco mission bonn/red, Foto: Don Bosco Mission Bonn/ R.Unkel)

Was ich glaube

Bruder Günter Mayer gab im Rahmen der 25-Jahr-Feier der Salesianer in Ghana ORF-Redakteurin Gundi Lamprecht ein Interview für die Sendung: „Was ich glaube“.

Darin erinnert er an den Auftrag der Salesianer: „Man muss jungen Menschen eine Chance geben und eine Ausbildung.“ Was bedeutet das in der Mission? „Jetzt spricht man nicht mehr nur von der Mission, sondern von der Entwicklungspolitik. Ich muss schauen, dass Menschen menschwürdig leben können. Wir als Europäer haben eine Mitverantwortung. Wir haben jahrhundertelang aus diesen Ländern Ressourcen rausgenommen. Es ist eine Pflicht, etwas zurückzugeben.“

Der Mensch braucht eine Zukunft
Was Bruder Günter Mayer besonders beschäftigt ist die Fluchtbewegung vieler Menschen aus afrikanischen Ländern nach Europa – durch die Wüste und über das Mittelmeer: „Die Menschen riskieren ihr Leben. Was muss einen Menschen dazu treiben, dass er so eine Strapaze auf sich nimmt? Der Mensch braucht eine Zukunft.“

 

 

Don Bosco in Afrika

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am Samstag, dem 25. November 2017, zum Seminar „Don Bosco in Afrika“ ins Salesianum in Wien. Dazu eingeladen hatte das Don Bosco Bildungsforum in Zusammenarbeit mit der Don Bosco Mission Austria.

Bruder Günter Mayer, der selbst 18 Jahre lang als Missionar in Ghana gearbeitet hat, gab einen Überblick über die historische Entwicklung der Salesianer Don Boscos in Afrika und berichtete über die aktuelle Arbeit der Mitbrüder anhand von ausgewählten Beispielen aus Ghana. In einem Kurzinterview stellte Provinzial Pater Petrus Obermüller Bruder Günter, der jetzt Leiter der Don Bosco Mission Austria ist, und seinen missionarischen Werdegang vor.

Schwester Birgit Baier, Missionsprokuratorin der Don Bosco Schwestern in Deutschland, berichtete in ihrem Referat über die Geschichte der Don Bosco Schwestern in Afrika und über die Arbeit ihrer Mitschwestern am afrikanischen Kontinent. Sie kümmern sich vor allem um Kleinkinder und hilfsbedürftige Frauen, insbesondere um junge Mütter. Die sehr anschauliche Präsentation wurde durch zwei Kurzfilme über die Don Bosco Schwestern und ihre Arbeit in Benin (Cotonou) und Südsudan (Wau, Gesundheitszentrum) ergänzt.

Als dritter Part berichtete der ehemalige Ghana-Volontär Alexander Gundendorfer aus Oberösterreich von seinen Erfahrungen, die er während seines 14-monatigen Aufenthaltes in Sunyani in Ghana gemacht hatte. Seine persönlichen Eindrücke und Schilderungen vermittelten dem Publikum ein lebendiges Zeugnis dieser wichtigen Freiwilligenarbeit mit den Salesianern Don Boscos.

Nach einem ausgiebigen und ausgezeichneten Mittagessen – Lana Ivanjek sorgte mit ihrem ambitionierten Küchenteam für ein dreigängiges Menü mit Suppe, Lasagne und Tiramisu – leitete eine österreichisch-senegalesische Combo den Nachmittag mit afrikanischen Trommeln und Tänzen ein. Die rhythmisch-ausdrucksstarke Darbietung wurde vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen.

Es folgten drei Workshops: Bruder Günter Mayer mit dem Thema „Wie die Kirche heute Mission versteht und wie Mission und Entwicklungsarbeit sich ergänzen können“ – Schwester Birgit Baier mit dem Thema „Der hohe Stellenwert der Religion in der afrikanischen Bevölkerung und welches Potential steckt in der Religion für nachhaltige Entwicklung und Frieden“, und Carina Baumgartner mit dem Thema „Erfahrungen und verschiedene Methoden des Freiwilligendienstes“.

Die Workshops wurden gut besucht, boten einen intensiven und regen Austausch und vermittelten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch einen Blick in die Zukunft.

Zum Ausklang übten sich alle Anwesenden unter der Anleitung von Carina Baumgartner in äthiopischen Volkstänzen. Ein gemeinsames Gebet mit Pater Emmanuel Obi aus Nigeria und Dankesworte von Provinzial Pater Petrus Obermüller beendeten den lebendigen Tag.

Die Don Bosco Mission Austria freut sich über die zahlreiche Teilnahme, über das rege Interesse am Thema „Don Bosco in Afrika“ und über das gelungene Miteinander im Geist Don Boscos.

(Brigitte Sonnberger)

Straßenkinder in Hyderabad

Father Bellamkonda Sudhakar SDB ist Leiter des Straßenkinderzentrums der Salesianer in Hyderabad in Indien. Seit 20 Jahren gibt es in der der 8-Millionen-Metropole ein Programm für rund 1.000 Straßenkinder. Die Don Bosco Mission Austria wird zwei Projekte unterstützen: Einerseits die Nahrungsmittelversorgung der Straßenkinder und zweitens sollen Ausbildungsstipendien finanziert werden.

Mehr über seine Arbeit erzählte Fr. Sudhakar im Interview bei seinem Besuch bei der Don Bosco Mission Austria in Wien.

Was sind die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in Hyderabad und welche Ziele haben die Salesianer?

Wir haben in 20 Jahren Ausbildungen für acht Berufe aufgebaut. Viele haben eine Arbeit bekommen – das ist ein großer Erfolg. Unsere ehemaligen Schüler sind heute zum Beispiel bei der Polizei oder arbeiten in einer Bank und öffentlichen Stellen. Ein junger Mann studiert sogar in Österreich. Das macht uns natürlich stolz. In den kommenden zwei Jahren wollen wir die Hilfe im „Boys Home“ absichern. Betreut werden 300 Buben, die Straßenkinder, Waisen oder soziale Waisen sind. Die Angebote im „Girls Home“ gibt es seit zwei Jahren. Das Ziel unseres sozialen Netzwerkes ist es, der Not entgegenzuwirken, denn wir wollen niemanden abweisen.

Was machen die Volontärinnen aus Österreich in Hyderabad?

Die Volontärinnen sind gut integriert. Sie geben zusätzlich Englischstunden in der Früh, bevor der Unterricht in den Lehrwerkstätten beginnt und bereiten die Schüler auf einen Englischtest vor. Dann begleiten sie während des Tages Jugendliche in den Einrichtungen und an Sonntagen organisieren sie ein Freizeitprogramm.

Wie feiern Sie das Don Bosco Fest am 31. Jänner?

Wir haben ein „Open House“ mit einem Gottesdienst und gemeinsamen Mittagessen. Wir laden alle Kinder aus der Umgebung ein, auch Spender und Wohltäter. Besonders hübsch ist immer die Dekoration: bunte Luftballons, Tanz, Musik und Theateraufführungen dürfen nicht fehlen.

(sl)

25-Jahr-Jubiläum in Ghana

Für eine bessere Zukunft

Die Salesianer feierten das 25-Jahr-Jubiläum ihrer Arbeit in Ghana.

„Don Bosco rettete und rettet Menschen wie uns für eine bessere Zukunft. Der Auftrag und die Vision Don Boscos ist noch immer lebendig.“ So berührend waren die Zeugnisse der ehemaligen Schüler in Sunyani anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums der Salesianerpräsenz in Ghana. Immer wieder betonten die jungen Menschen, dass sie ohne Don Bosco keine Chancen gehabt hätten.

Auch eine Delegation aus Österreich und Deutschland  feierte am 21. Oktober 2017 mit den Mitbrüdern und Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft das silberne Jubiläum Don Boscos. Pater Petrus Obermüller hat seine Freude Ausdruck verliehen, dass Bruder Günter Mayer 18 Jahre in Ghana als Missionar gearbeitet hat und jetzt wieder in Österreich tätig ist, um die Geschäftsführung von Don Bosco Mission Austria zu leiten. So sei er weiterhin mit Ghana in Verbindung: „Es ist schön, dass durch die Mithilfe von Salesianern aus Österreich und Deutschland Großartiges für benachteiligte Kinder und Jugendliche aufgebaut werden konnte.“

Die österreichischen Salesianer Don Boscos haben das „Wunder von Ghana“ finanziell und personell bis heute unterstützt. Zusätzlich haben rund 70 Volontäre aus Österreich einen Freiwilligeneinsatz im Land getätigt. Provinzial Pater Petrus Obermüller SDB hob hervor, dass das Charisma Don Boscos in Ghana lebendig ist und Früchte trägt: „Ich freue mich besonders, dass sich junge Menschen durch ihren Freiwilligeneinsatz als Protagonisten im Dienst an den Nächsten zeigen.“

Das sagte auch der Leiter der Don Bosco Mission Bonn, Pater Josef Grüner SDB: Er ist glücklich über die Zusammenarbeit der Mitbrüder und Volontäre in Ghana: „Sie haben nicht nur viele Informationen über Ghana mitgebracht, sondern auch die Beziehungen vertieft.“ Als Geschenk brachte er einen kleinen Engel zur Erinnerung, dass alle füreinander Freunde und Engeln sein sollen.

Bürgermeister  Martin Obeng sagte bei der Feier: „Ich habe die Arbeit im Don Bosco Technical Institut immer bewundert für den Beitrag für Afrikas Zukunft.“ Das betonte auch Pater Michael Karikunnel SDB, der seit 1992 im Land als Missionar tätig ist: „Junge Menschen sind der Lebensquell jeder Gesellschaft. Die Salesianer gehen gemeinsam mit der Jugend, weil wir vom Wert und den Möglichkeiten jedes einzelnen Menschen überzeugt sind.“ Für die Arbeit dankten den Salesianern auch Bischof Matthew Gyamfi und der Vertreter des örtlichen Bildungsministeriums sowie der italienische Botschafter.

Die Salesianer Don Boscos in Ghana

Bruder Günter Mayer sagt über die wichtigsten Erfolge der Arbeit: “Mit unserem Programm "Youth for Life" in Schulen und Pfarren haben wir Tausende erreicht. Mit unserer beruflichen Ausbildung haben wir Hunderten ehemaligen Straßenkindern geholfen. Verschleppte Kinder konnten aus der Zwangsarbeit befreit werden, um eine Ausbildung zu bekommen. Wir unterstützen auch Kinder aus benachteiligten Familien mit Stipendien. Wichtig ist mir dabei: Was wir in den vergangenen 25 Jahren erreicht haben, hätten wir ohne die Großzügigkeit aus Österreich niemals alleine geschafft. Dafür sind wir sehr dankbar.”

Ghana bildet seit 2004 zusammen mit Nigeria, Liberia und Sierra Leone die Provinz Anglophone Westafrika der Salesianer Don Boscos. Die rund 190 Ordensmänner, die in der Provinz im Einsatz sind, widmen sich vor allem der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, da diese in Westafrika besonderen Gefahren ausgesetzt sind. In Ghana haben die Salesianer drei Standorte: 1992 begannen sie ihre Arbeit in Odumase, einem Vorort von Sunyani, und umliegenden Dörfern. 1996 folgte der Standort in Ashaiman, einem Vorort von Accra. 2016 kam Tatale im Norden des Landes hinzu – eine besonders arme Region, in der die Ordensgemeinschaft inzwischen in rund 30 Dörfern tätig ist. Insgesamt betreuen die Salesianer rund 12.000 Gläubige in vier Pfarren und 42 Missionen - Außenstationen. Sie betreiben mehrere Berufsschulen, Grundschulen, Vorschulen, Oratorien und Jugendzentren. Mit Stipendien ermöglicht der Orden jedes Jahr rund 3.100 Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch.

(lana ivanjek/presse don bosco)

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