Lassen Sie sich verzaubern!

Br. Günter Mayer SDB mit Gregor Hirscher

Am 7. Juni lud der ehemalige Volontär Gregor Hirscher zur Präsentation und Lesung aus dem Buch „Der Sepoy“ in den Festsaal des Wiener Salesianums.

Br. Günter Mayer, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria, begrüßte zusammen mit Gregor Hirscher die etwa 30 jungen Gäste, darunter viele ehemalige Volontärinnen und Volontäre.

Gregor Hirscher war ein Jahr lang als Volontär in einem Salesianer-Projekt in Bangalore, Indien. Sein Buch erzählt von dem jungen Volontär Maximilian und seiner ambitionierten Mission unter den jugendlichen Straßenkindern Indiens.

Die Buchpräsentation und Lesung wurde abgerundet mit einer musikalischen Begleitung der Band „Bottleheads“, die anschließende Agape lud ein zu zahlreichen Gesprächen und rundete einen spannenden und unterhaltsamen Abend ab.

Der Roman, 524 Seiten, erschien erstmals als Taschenbuch Dezember 2017 im Hirscher Verlag. https://hirscherverlag.jimdo.com

Gregor Hirscher abschließend: „Das Volontariat Bangalore in Indien bei den Salesianern Don Boscos war für mich eine Erfahrung von unschätzbarem Wert, das auch mein Leben geprägt hat. Ich möchte aus Dankbarkeit etwas zurückgeben, darum unterstütze ich die Don Bosco Mission Austria die auch in Indien einige Straßenkinder Projekte unterstützt.“

(Brigitte Sonnberger)

Banguis Kardinal zu Besuch in Wien

Erzbischof Nzapalinga bei KAICIID-Konferenz in Wien
Im Bürgerkriegsland Zentralafrika hat sich die Situation seit dem Papstbesuch Ende 2015 klar verbessert, wenngleich der Grundkonflikt weiter ungelöst bleibt: Das hat der Erzbischof von Bangui, Dieudonne Nzapalainga, in einem Interview am 28. Februar mit der Nachrichtenagentur Kathpress in Wien dargelegt. Der Kardinal äußerte sich am Rande der Religionsführerkonferenz des Internationalen Dialogzentrums KAICIID, von der er „wichtige Impulse“ erwartete, wie er betonte: „Wir wissen, dass Religion nicht das Problem ist, sondern die Lösung.“
Der Besuch habe auch entscheidend zur Ermöglichung freier Wahlen beigetragen. Freilich kontrolliere der 2016 gewählte Präsident Faustin Archange Touadcra, der Ende Jänner vom Papst empfangen wurde, nur 20 Prozent des Landes, sagte der Erzbischof. In anderen Gebieten hätten bewaffnete Gruppen das Sagen. Kirchliche NGOs sprechen von 600.000 Binnenvertriebenen und 480.000 ins Ausland geflüchtete Menschen. Die Rebellen hätten Barrikaden errichtet, und sie kooperierten mit Söldnertruppen aus dem Sudan und aus dem Tschad. Die konfessionelle Frage sei in den Hintergrund getreten. Es gehe um die Bodenschätze,um Gold und Diamanten.
Die Zentralafrikanische Republik, einst französische Kolonie, gehört heute zu den ärmsten Ländern der Welt. Seit dem Sturz von Präsident Francois Bozize 2013 kommt es immer wieder zu Kämpfen zwischen muslimischen und christlichen Rebellen. Der Gewaltkonflikt gehört zu den vergessenen Konflikten der Welt. Da die Gewalt auch von christlichen Milizen ausgeht, sieht sich die Kirche mit in der Verantwortung. In der Kathedrale von Bangui fanden etwa im vergangenen Mai und Juni 2.000 Muslime Schutz, nachdem sie vor der christlichen Anti-Balaka-Miliz fliehen mussten.
Unter den zahlreichen Kircheninitiativen ist auch die Betreuung von rund 700 ehemaligen Kinder- und Jugendsoldaten durch die Salesianer Don Boscos zu nennen. Zudem besuchen etwa 300 Jugendliche ein Berufsbildungszentrum, wo sich eine dreijährige Ausbildung absolvieren. Unter ihnen sind sowohl ehemalige Kämpfer als auch andere junge Menschen. (KAP)

Von der Kindersoldatin zur Studentin

Mutig: Claudia (Name geändert) sprach beim Don Bosco Forum in Bonn.

Weltweit gibt es 250.000 Kindersoldaten. In Kolumbien kümmern sich die Salesianer Don Boscos um Kinder, die bei Rebellengruppen gekämpft haben - und versuchen, sie auf ein Leben danach vorzubereiten.

Einen Traum vom „normalen Leben“ träumt die 20-jährige Claudia (Name geändert). Mit 16 Jahren schloss sich die damalige Schülerin aus armen Verhältnissen in Kolumbien einer Guerillagruppe an, war Teil des Bürgerkriegs. Nach 15 Monaten wurde sie von der Armee verhaftet und in die Obhut des Jugendamtes übergeben. So fand sie den Weg zu Don Bosco in Medellín, wo sie die verlorene Schulzeit nachholen konnte und heute Gesundheitsmanagement studiert.

In die Gesellschaft eingliedern
„Die Zeit bei der Guerilla wird immer ein Teil von mir bleiben. Aber dank der Hilfe von Don Bosco konnte ich das Erlebte überwinden und meinen Traum von einem Studium verwirklichen“, erzählte die junge Frau mit strahlendem Lächeln. Noch heute leben 126 Mädchen und Jungen, die während des Bürgerkriegs bei bewaffneten Gruppen aktiv waren, in der Obhut der Salesianer. In der Ciudad Don Bosco werden sie psychologisch betreut, schulisch gefördert und nach Möglichkeit in ihre Familien wieder eingegliedert.

Zur Dokumentation über Kindersoldaten der Misiones Salesiana: HIER

Die Rechte von Jugendlichen stärken
„Wie kann aus Träumen Wirklichkeit werden? Jakob und Ernest, die für mehr Menschlichkeit eintreten, oder Claudia, die als ehemalige Kindersoldatin ihren Traum vom Studium lebt, unsere vielen Volontäre, die weltweit einen Friedensdienst leisten, sie alle sind Botschafter und unsere Hoffnung. Denn Jugendliche in ihren Rechten bestärken und sie damit zu Verfechtern von Frieden und Gerechtigkeit werden zu lassen, das ist unser Anliegen“, erklärte Nelson Penedo, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Bonn beim Don Bosco Forum in Bonn.

(don bosco mission bonn/red, Foto: Don Bosco Mission Bonn/ R.Unkel)

Dreimal täglich ein warmes Essen

„Ihr nehmt 20 kg Gepäck mit und wir geben euch unser Sendungskreuz mit“, das sagte Provinzial Pater Petrus Obermüller zu den 13 jungen Erwachsenen, die bald ihren Freiwilligeneinsatz mit Don Bosco beginnen.

Hinter ihnen liegt eine intensive sechsmonatige Vorbereitungszeit, vor ihnen liegen spannende Monate in Don Bosco Sozialprojekten in Afrika, Asien oder Lateinamerika. In Kinderheimen, Schulen oder Jugendzentren werden sie Freizeitangebote gestalten, Schüler beim Lernen unterstützen oder im Unterricht mithelfen. „Es ist aus einer Gruppe eine Gemeinschaft entstanden“, freute sich Pater Petrus bei der Sendungsfeier im Wiener Salesianum am Samstag, dem 3. Februar 2018.

Und was sagen die zwölf Volontäre, die auch gerne kurz „Volos“ gerufen werden: „Als ich erfahren habe, dass man seinen Zivildienst auch im Ausland absolvieren kann, wusste ich, dass das für mich das Richtige ist“, erzählt Tobias Spalt (19). Nach seinem HTL-Abschluss im Sommer geht es für Tobias nach Indien. Die einzige Volontärin in diesem Kurs ist Katharina Sperrer (26). Sie wird in wenigen Wochen nach Kolumbien aufbrechen. „Ich freue mich darauf, alternative Lebensumstände und Denkmuster kennenzulernen und hoffe, meine pädagogischen Perspektiven einbringen zu können“, meint die Kindergarten- und Hortpädagogin.

"Wir haben und um verlassene Kinder gekümmert", sagt Rückkehrer Stefan.

Über seine Zeit im Einsatz in Indien erzählte Volontär Stefan: „Die Kinder bekommen bei uns drei Mal am Tag ein warmes Essen“. Bei einer Tagestemperatur von 50 Grad brauchen alle auch eine Ruhezeit und die Disziplin wird in Indien ganz anders gelebt als in Österreich. Ein anderer junger Rückkehrer sagt, dass er mittlerweile selber auch schon scharf kocht und alle betonen, dass sie sich den Respekt der Kinder erst hart erarbeiten mussten.

Das Sendungskreuz ist das äußere Symbol für den wertvollen Einsatz. Vielleicht stärkt die Volos im kommenden Jahr auch das Versprechen von der Sendungsfeier: „Wir beten mit euch!“

Über Xaver und Raphael, zwei Volontäre in Ghana, berichtet aktuell Gundi Lamprecht in der ORF-Sendung Orientierung: HIER

Cornelia Pernsteiner und Peter Rinderer von den Salesianern sind Teil des Begleitungsteams für die jungen Volos.

Tipp
Die Bewerbungsfrist für eine Ausreise im Sommer 2018 läuft noch bis 20. Februar 2018. Der nächste Informations- und Auswahltag findet am 10. Februar in Linz statt. Weitere Infos und Bewerbung auf www.volontariat.at.

(sl/volontariat bewegt; Fotos: kathbild.at / Franz Josef Rupprecht)

 

 

Was ich glaube

Bruder Günter Mayer gab im Rahmen der 25-Jahr-Feier der Salesianer in Ghana ORF-Redakteurin Gundi Lamprecht ein Interview für die Sendung: „Was ich glaube“.

Darin erinnert er an den Auftrag der Salesianer: „Man muss jungen Menschen eine Chance geben und eine Ausbildung.“ Was bedeutet das in der Mission? „Jetzt spricht man nicht mehr nur von der Mission, sondern von der Entwicklungspolitik. Ich muss schauen, dass Menschen menschwürdig leben können. Wir als Europäer haben eine Mitverantwortung. Wir haben jahrhundertelang aus diesen Ländern Ressourcen rausgenommen. Es ist eine Pflicht, etwas zurückzugeben.“

Der Mensch braucht eine Zukunft
Was Bruder Günter Mayer besonders beschäftigt ist die Fluchtbewegung vieler Menschen aus afrikanischen Ländern nach Europa – durch die Wüste und über das Mittelmeer: „Die Menschen riskieren ihr Leben. Was muss einen Menschen dazu treiben, dass er so eine Strapaze auf sich nimmt? Der Mensch braucht eine Zukunft.“

 

 

Don Bosco in Afrika

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen am Samstag, dem 25. November 2017, zum Seminar „Don Bosco in Afrika“ ins Salesianum in Wien. Dazu eingeladen hatte das Don Bosco Bildungsforum in Zusammenarbeit mit der Don Bosco Mission Austria.

Bruder Günter Mayer, der selbst 18 Jahre lang als Missionar in Ghana gearbeitet hat, gab einen Überblick über die historische Entwicklung der Salesianer Don Boscos in Afrika und berichtete über die aktuelle Arbeit der Mitbrüder anhand von ausgewählten Beispielen aus Ghana. In einem Kurzinterview stellte Provinzial Pater Petrus Obermüller Bruder Günter, der jetzt Leiter der Don Bosco Mission Austria ist, und seinen missionarischen Werdegang vor.

Schwester Birgit Baier, Missionsprokuratorin der Don Bosco Schwestern in Deutschland, berichtete in ihrem Referat über die Geschichte der Don Bosco Schwestern in Afrika und über die Arbeit ihrer Mitschwestern am afrikanischen Kontinent. Sie kümmern sich vor allem um Kleinkinder und hilfsbedürftige Frauen, insbesondere um junge Mütter. Die sehr anschauliche Präsentation wurde durch zwei Kurzfilme über die Don Bosco Schwestern und ihre Arbeit in Benin (Cotonou) und Südsudan (Wau, Gesundheitszentrum) ergänzt.

Als dritter Part berichtete der ehemalige Ghana-Volontär Alexander Gundendorfer aus Oberösterreich von seinen Erfahrungen, die er während seines 14-monatigen Aufenthaltes in Sunyani in Ghana gemacht hatte. Seine persönlichen Eindrücke und Schilderungen vermittelten dem Publikum ein lebendiges Zeugnis dieser wichtigen Freiwilligenarbeit mit den Salesianern Don Boscos.

Nach einem ausgiebigen und ausgezeichneten Mittagessen – Lana Ivanjek sorgte mit ihrem ambitionierten Küchenteam für ein dreigängiges Menü mit Suppe, Lasagne und Tiramisu – leitete eine österreichisch-senegalesische Combo den Nachmittag mit afrikanischen Trommeln und Tänzen ein. Die rhythmisch-ausdrucksstarke Darbietung wurde vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen.

Es folgten drei Workshops: Bruder Günter Mayer mit dem Thema „Wie die Kirche heute Mission versteht und wie Mission und Entwicklungsarbeit sich ergänzen können“ – Schwester Birgit Baier mit dem Thema „Der hohe Stellenwert der Religion in der afrikanischen Bevölkerung und welches Potential steckt in der Religion für nachhaltige Entwicklung und Frieden“, und Carina Baumgartner mit dem Thema „Erfahrungen und verschiedene Methoden des Freiwilligendienstes“.

Die Workshops wurden gut besucht, boten einen intensiven und regen Austausch und vermittelten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch einen Blick in die Zukunft.

Zum Ausklang übten sich alle Anwesenden unter der Anleitung von Carina Baumgartner in äthiopischen Volkstänzen. Ein gemeinsames Gebet mit Pater Emmanuel Obi aus Nigeria und Dankesworte von Provinzial Pater Petrus Obermüller beendeten den lebendigen Tag.

Die Don Bosco Mission Austria freut sich über die zahlreiche Teilnahme, über das rege Interesse am Thema „Don Bosco in Afrika“ und über das gelungene Miteinander im Geist Don Boscos.

(Brigitte Sonnberger)

"Entwicklungsmilliarde" für Afrika

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt zentrale Forderungen kirchlicher Entwicklungshilfe-NGOs bei der Herbsttagung der Ordensgemeinschaften.

Heinz Hödl, der Geschäftsführer der "Koordinierungsstelle für internationale Entwicklung und Mission" (KOO) skizzierte bei der Herbsttagung der Ordensgemeinschaften in Wien zentrale Forderungen kirchlicher Entwicklungshilfe-NGOs an die Koalitionsverhandler, darunter u. a. eine "Entwicklungsmilliarde für Afrika": "Wir fordern, dass sich Österreich als verantwortungsvolles Mitglied der internationalen Gemeinschaft den globalen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen stellt.

„Auch die Salesianer Don Boscos setzen Solarenergie und alternativen landwirtschaftlichen Anbau in ihren Missionen ein“, berichtet Bruder Günther Mayer, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria. „Auch wir verstehen das als Beitrag zum Klimaschutz in unserer Verantwortung für die Schöpfung.“

Hödl unterstrich die Forderung heimischer entwicklungspolitischer Hilfsorganisationen, wonach die künftige Regierung im Rahmen eines "Marshallplans für Afrika" in den kommenden fünf Jahren eine Milliarde Euro in die Entwicklungshilfe für Afrika investieren soll. Über Österreich hinaus sollte die Regierung während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 einen Afrika-Schwerpunkt setzen.

Hödl forderte von der künftigen Regierung weiters auch die entschiedenere Umsetzung der von den Vereinten Nationen 2015 beschlossenen 17 "Nachhaltigen Entwicklungszielen", wonach bis 2030 Hunger und Armut weltweit überwunden werden sollen. Die Entwicklungsziele gehen über die bisherige Entwicklungspolitik hinaus und bilden Leitlinien für nachhaltige Entwicklung auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene. An erster Stelle steht weiterhin die Überwindung von Armut und Hunger. Ebenso bleiben Gesundheit, Bildung und der Schutz von Lebensgrundlagen auf der Agenda. Allerdings kommen auch gesellschaftspolitische Ziele wie Gleichheit der Geschlechter, eine gerechte Steuerpolitik, die Verringerung der Ungleichheit zwischen Staaten oder der Zugang zu Rechtshilfe und inklusive Institutionen hinzu.

Der KOO-Geschäftsführer sprach in diesem Zusammenhang auch von einer Chance für Österreich: Würde Österreich die gesamte Umwelt-und Förderpolitik auf der Basis der 17 Nachhaltigkeitsziele ausrichten und gleichzeitig keine Ziele mehr aktiv fördern, die diesen Nachhaltigkeitszielen widersprächen, dann würde Österreich gemäß einer Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) jährlich 4,7 Milliarden Euro einsparen.

Faire Steuern und Handel

Hödl forderte die Regierungsverhandler weiters auf, die staatlichen Budgetmittel für Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe zu erhöhen und zweckgebunden einzusetzen. Weiters rief er zur aktiveren Unterstützung von EZA-Partnerländern im Kampf gegen Steuerhinterziehung und Korruption und beim Aufbau progressiver nationaler Steuersysteme auf. Zudem brauche es endlich eine gerechte Besteuerung transnationaler Konzerne.

Eine weitere KOO-Forderung betrifft die Umsetzung einer fairen Handelspolitik. Fairer Handel bedeute, die Überschwemmung afrikanischer Märkte durch EU-subventionierte Obst-, Gemüse, Milch- und/oder Fleischprodukte zu beenden, und damit ein Ende der Zerstörung lokaler und regionaler Produktion und Märkte, so Hödl.
Er mahnte auch einmal mehr die Regierung zu einer ambitionierten Klimapolitik. "Der komplexe Zusammenhang zwischen den Themen Klimaschutz, Energiepolitik, Einhaltung des Paris Vertrages lässt sich auf eine konkrete Zielsetzung zusammenfassen: Österreich muss seine Treibhausgas Emissionen jährlich zumindest um 3 Millionen Tonnen senken", so Hödl.

Hödl äußerte sich beim Missionstag der heimischen Ordensgemeinschaften im Wiener Kardinal-König-Haus. Veranstalter des Missionstages ist das Missionsreferat der Ordensgemeinschaften, das die missionarisch tätigen Ordensgemeinschaften Österreichs vernetzt. Auch in der "Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für Mission und Entwicklung" (KOO) sind Vertreter der Missionsorden wie die Salesianer Don Boscos präsent.

(KAP/red)

Straßenkinder in Hyderabad

Father Bellamkonda Sudhakar SDB ist Leiter des Straßenkinderzentrums der Salesianer in Hyderabad in Indien. Seit 20 Jahren gibt es in der der 8-Millionen-Metropole ein Programm für rund 1.000 Straßenkinder. Die Don Bosco Mission Austria wird zwei Projekte unterstützen: Einerseits die Nahrungsmittelversorgung der Straßenkinder und zweitens sollen Ausbildungsstipendien finanziert werden.

Mehr über seine Arbeit erzählte Fr. Sudhakar im Interview bei seinem Besuch bei der Don Bosco Mission Austria in Wien.

Was sind die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in Hyderabad und welche Ziele haben die Salesianer?

Wir haben in 20 Jahren Ausbildungen für acht Berufe aufgebaut. Viele haben eine Arbeit bekommen – das ist ein großer Erfolg. Unsere ehemaligen Schüler sind heute zum Beispiel bei der Polizei oder arbeiten in einer Bank und öffentlichen Stellen. Ein junger Mann studiert sogar in Österreich. Das macht uns natürlich stolz. In den kommenden zwei Jahren wollen wir die Hilfe im „Boys Home“ absichern. Betreut werden 300 Buben, die Straßenkinder, Waisen oder soziale Waisen sind. Die Angebote im „Girls Home“ gibt es seit zwei Jahren. Das Ziel unseres sozialen Netzwerkes ist es, der Not entgegenzuwirken, denn wir wollen niemanden abweisen.

Was machen die Volontärinnen aus Österreich in Hyderabad?

Die Volontärinnen sind gut integriert. Sie geben zusätzlich Englischstunden in der Früh, bevor der Unterricht in den Lehrwerkstätten beginnt und bereiten die Schüler auf einen Englischtest vor. Dann begleiten sie während des Tages Jugendliche in den Einrichtungen und an Sonntagen organisieren sie ein Freizeitprogramm.

Wie feiern Sie das Don Bosco Fest am 31. Jänner?

Wir haben ein „Open House“ mit einem Gottesdienst und gemeinsamen Mittagessen. Wir laden alle Kinder aus der Umgebung ein, auch Spender und Wohltäter. Besonders hübsch ist immer die Dekoration: bunte Luftballons, Tanz, Musik und Theateraufführungen dürfen nicht fehlen.

(sl)

25-Jahr-Jubiläum in Ghana

Für eine bessere Zukunft

Die Salesianer feierten das 25-Jahr-Jubiläum ihrer Arbeit in Ghana.

„Don Bosco rettete und rettet Menschen wie uns für eine bessere Zukunft. Der Auftrag und die Vision Don Boscos ist noch immer lebendig.“ So berührend waren die Zeugnisse der ehemaligen Schüler in Sunyani anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums der Salesianerpräsenz in Ghana. Immer wieder betonten die jungen Menschen, dass sie ohne Don Bosco keine Chancen gehabt hätten.

Auch eine Delegation aus Österreich und Deutschland  feierte am 21. Oktober 2017 mit den Mitbrüdern und Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft das silberne Jubiläum Don Boscos. Pater Petrus Obermüller hat seine Freude Ausdruck verliehen, dass Bruder Günter Mayer 18 Jahre in Ghana als Missionar gearbeitet hat und jetzt wieder in Österreich tätig ist, um die Geschäftsführung von Don Bosco Mission Austria zu leiten. So sei er weiterhin mit Ghana in Verbindung: „Es ist schön, dass durch die Mithilfe von Salesianern aus Österreich und Deutschland Großartiges für benachteiligte Kinder und Jugendliche aufgebaut werden konnte.“

Die österreichischen Salesianer Don Boscos haben das „Wunder von Ghana“ finanziell und personell bis heute unterstützt. Zusätzlich haben rund 70 Volontäre aus Österreich einen Freiwilligeneinsatz im Land getätigt. Provinzial Pater Petrus Obermüller SDB hob hervor, dass das Charisma Don Boscos in Ghana lebendig ist und Früchte trägt: „Ich freue mich besonders, dass sich junge Menschen durch ihren Freiwilligeneinsatz als Protagonisten im Dienst an den Nächsten zeigen.“

Das sagte auch der Leiter der Don Bosco Mission Bonn, Pater Josef Grüner SDB: Er ist glücklich über die Zusammenarbeit der Mitbrüder und Volontäre in Ghana: „Sie haben nicht nur viele Informationen über Ghana mitgebracht, sondern auch die Beziehungen vertieft.“ Als Geschenk brachte er einen kleinen Engel zur Erinnerung, dass alle füreinander Freunde und Engeln sein sollen.

Bürgermeister  Martin Obeng sagte bei der Feier: „Ich habe die Arbeit im Don Bosco Technical Institut immer bewundert für den Beitrag für Afrikas Zukunft.“ Das betonte auch Pater Michael Karikunnel SDB, der seit 1992 im Land als Missionar tätig ist: „Junge Menschen sind der Lebensquell jeder Gesellschaft. Die Salesianer gehen gemeinsam mit der Jugend, weil wir vom Wert und den Möglichkeiten jedes einzelnen Menschen überzeugt sind.“ Für die Arbeit dankten den Salesianern auch Bischof Matthew Gyamfi und der Vertreter des örtlichen Bildungsministeriums sowie der italienische Botschafter.

Die Salesianer Don Boscos in Ghana

Bruder Günter Mayer sagt über die wichtigsten Erfolge der Arbeit: “Mit unserem Programm "Youth for Life" in Schulen und Pfarren haben wir Tausende erreicht. Mit unserer beruflichen Ausbildung haben wir Hunderten ehemaligen Straßenkindern geholfen. Verschleppte Kinder konnten aus der Zwangsarbeit befreit werden, um eine Ausbildung zu bekommen. Wir unterstützen auch Kinder aus benachteiligten Familien mit Stipendien. Wichtig ist mir dabei: Was wir in den vergangenen 25 Jahren erreicht haben, hätten wir ohne die Großzügigkeit aus Österreich niemals alleine geschafft. Dafür sind wir sehr dankbar.”

Ghana bildet seit 2004 zusammen mit Nigeria, Liberia und Sierra Leone die Provinz Anglophone Westafrika der Salesianer Don Boscos. Die rund 190 Ordensmänner, die in der Provinz im Einsatz sind, widmen sich vor allem der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, da diese in Westafrika besonderen Gefahren ausgesetzt sind. In Ghana haben die Salesianer drei Standorte: 1992 begannen sie ihre Arbeit in Odumase, einem Vorort von Sunyani, und umliegenden Dörfern. 1996 folgte der Standort in Ashaiman, einem Vorort von Accra. 2016 kam Tatale im Norden des Landes hinzu – eine besonders arme Region, in der die Ordensgemeinschaft inzwischen in rund 30 Dörfern tätig ist. Insgesamt betreuen die Salesianer rund 12.000 Gläubige in vier Pfarren und 42 Missionen - Außenstationen. Sie betreiben mehrere Berufsschulen, Grundschulen, Vorschulen, Oratorien und Jugendzentren. Mit Stipendien ermöglicht der Orden jedes Jahr rund 3.100 Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch.

(lana ivanjek/presse don bosco)

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