Wenn die Straße zum Zuhause wird

Mit der neuen Unterrichtsreihe „Wenn die Straße zum Zuhause wird“ macht die Don Bosco Mission Austria auf das Leben von Straßenkindern weltweit aufmerksam. Die 84-seitigen Unterrichtsmaterialien thematisieren sowohl die Ursachen für das Leben auf der Straße, als auch die Lebenssituation und Zukunftsperspektiven von Straßenkindern.

Die Materialien orientieren sich an den Lehrplänen für die Schulstufen 3-6 und 7-10 und sind einsetzbar in der Volksschule und Unterstufe Sekundarbildung, in der außerschulischen Gruppenarbeit sowie in der pastoralen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Das vielfältige Material aus Fotos, Lebensgeschichten, Rollenspielen und kreativen Ideen bietet Ihnen unterschiedliche Ansatzmöglichkeiten, um sich mit Ihrer Klasse/Gruppe die Lebensrealität von Straßenkindern zu erschließen.

Die Materialien sind kostenlos erhältlich:
Don Bosco Mission Austria
St. Veit-Gasse 25, 1130 Wien
mission@donbosco.at

Hier können Sie ONLINE DURCHBLÄTTERN

25. Februar: Salesianischer Missionsgedenktag

Der Missionsgedenktag der Salesianer wird zum Festtag der beiden Märtyrer Luigi Versiglia (1873-1930) und Callisto Caravario (1903-1930) begangen. Beide Salesianer starben als Missionare in China, als sie junge Frauen vor einer Vergewaltigung durch Piraten mit ihrem Leben schützten.

Dieses Jahr hat der salesianische Missionsgedenktag eine besondere Bedeutung. Die Diözese Barra do Garcas in Brasilien hat den Seligsprechungsprozess der beiden Märtyrer Pater Rudolf Lunkenbein und seines Mitarbeiters Simao vom Indianerstamm der Bororo eröffnet. Beide wurden am 15. Juli 1976 in der Salesianer-Mission in Meruri getötet.

P. Rudolf Lunkenbein wurde 1939 in Deutschland geboren. Mit 19 Jahren begleitete er einen Salesianerpater in die Mission nach Brasilien. Ein Jahr später trat er in das Noviziat ein. Das Theologiestudium absolvierte er in Benedikbeuern in Bayern. Nach seiner Rückkehr nach Brasilien setzte er sich für die Rechte des Bororo-Stammes ein. Durch den gewaltsamen Tod von P. Lunkenbein und seines Mitarbeiters Simao haben, ist eine Saat aufgegangen. Ihr Tod hat letztendlich den Bororos dazu verholfen, ihren Lebensraum zu erhalten und ihnen eine Zukunft zu geben.

Was ich glaube

Bruder Günter Mayer gab im Rahmen der 25-Jahr-Feier der Salesianer in Ghana ORF-Redakteurin Gundi Lamprecht ein Interview für die Sendung: „Was ich glaube“.

Darin erinnert er an den Auftrag der Salesianer: „Man muss jungen Menschen eine Chance geben und eine Ausbildung.“ Was bedeutet das in der Mission? „Jetzt spricht man nicht mehr nur von der Mission, sondern von der Entwicklungspolitik. Ich muss schauen, dass Menschen menschwürdig leben können. Wir als Europäer haben eine Mitverantwortung. Wir haben jahrhundertelang aus diesen Ländern Ressourcen rausgenommen. Es ist eine Pflicht, etwas zurückzugeben.“

Der Mensch braucht eine Zukunft
Was Bruder Günter Mayer besonders beschäftigt ist die Fluchtbewegung vieler Menschen aus afrikanischen Ländern nach Europa – durch die Wüste und über das Mittelmeer: „Die Menschen riskieren ihr Leben. Was muss einen Menschen dazu treiben, dass er so eine Strapaze auf sich nimmt? Der Mensch braucht eine Zukunft.“

 

 

Unser Auftrag

Für Johannes Bosco (1815-1888) war es seit Beginn der Ordensgründung klar, dass die Missionstätigkeit ein wesentlicher Bestandteil der Salesianer Don Boscos ist. Darum hat er bereits 1875 die erste Aussendung von Missionaren nach Patagonien in Argentinien gestartet.

Don Bosco, wie er von allen genannt wurde, hat seinen ersten Missionaren folgende Worte mit auf den Weg gegeben: „Nehmt euch mit besonderer Sorge der Kranken, der Kinder, der alten Menschen und der Armen an. So werdet ihr euch den Segen Gottes und das Wohlwollen der Menschen erwerben.“

Dieses Sich-Annehmen, insbesondere der Jugend, der Benachteiligten und Armen in der Gesellschaft, ist nicht nur ein Programm, sondern ein salesianisches Charisma. Indem wir in Gemeinschaften leben und arbeiten, setzen wir in den verschiedenen Ländern und Kulturen ein Zeichen der Lebendigkeit des Glaubens, speziell an jenen Orten, die gekennzeichnet sind von Armut, ethnischen und religiösen Konflikten.

Darum fühlt sich die Don Bosco Mission Austria auch heute dazu verpflichtet, gemäß dem Auftrag Don Boscos, uns für diejenigen einzusetzen, die unsere Hilfe brauchen, und dass die christliche Nächstenliebe im Zentrum unseres Handelns steht.

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