Don Bosco – Hoffnung für die Kinder Syriens

P. Dani Gaurie SDB

Der syrische Salesianerpater Dani Gaurie war in Wien zu Besuch. Während die Welt auf die Corona-Pandemie blickt, leiden die Menschen in Syrien vor allem an der prekären Wirtschaftslage.

„Die wirtschaftliche Situation in Syrien ist katastrophal. Die Menschen haben viele Schwierigkeiten, keine Chance auf einen guten Job, kein Einkommen, oft nicht einmal das Notwendigste zum Überleben.“, sagt der syrische Salesianerpater Dani Gaurie. Er hält sich derzeit in Wien auf.

Während die Welt auf die Corona-Pandemie blickt, leiden die Menschen in Syrien vor allem an der prekären Wirtschaftslage. Der Zerfall der syrischen Währung treibt die Inflation in die Höhe und verschärft die Not im Land, die Menschen haben Probleme, sich grundlegende Dinge wie Lebensmittel und Strom zu leisten. Der Brotpreis in dem Bürgerkriegsland verdoppelte sich in diesem Jahr, während sich die Preise für Diesel und Heizöl fast verdreifachten.

Wirtschaft als größtes Problem

Zu Beginn des Krieges 2011 bekam man für 1 USD noch 50 syrische Lira, 2019 stieg der Wechselkurs auf 600 Lira. Die Tausendermarke fiel im Jänner 2020, danach stürzte die Währung immer weiter ab. Heute bekommt man für 1 US-Dollar rund 3.000 syrische Lira. In Syrien wird Diesel vielfach für private Stromgeneratoren verwendet. Auf sie sind Syrer praktisch ganztägig angewiesen, da das Stromnetz in vielen Landesteilen noch immer stark beeinträchtigt ist. Ein Liter staatlich subventionierter Diesel kostet 500 syrische Pfund, am Schwarzmarkt muss dafür das sechsfache 3.000-3.500 Lira bezahlt werden. Auch die Heizungen funktionieren über Generatoren, viele können sich das Heizen nicht leisten.“ erklärt P. Gaurie. Die Corona-Pandemie habe die wirtschaftliche Situation weiter verschlechtert, da es noch weniger Arbeit gibt, mit denen die Menschen genug zum Überleben haben. Angst vor dem Virus haben die wenigsten Menschen in Syrien, denn „Was ist schlimmer, an Corona zu sterben oder ohne Arbeit zu sterben?“ sagt P. Gaurie.

Der Salesianerpater arbeitet im Don Bosco Zentrum in Aleppo, Nordsyrien. Die Salesianer Don Boscos betreuen dort Kinder und Jugendliche mit Nachmittagsangeboten wie Lernbetreuung für 8 bis 14-Jährige, Theater, Sportmöglichkeiten und weitere Aktivitäten.

„Viele Kinder, die das Don Bosco Zentrum besuchen, wohnen in entfernten Stadtteilen. Sie werden mit dem Bus von zuhause abgeholt. Genau das ist aber aufgrund der hohen Treibstoffkosten für uns aktuell ein Problem.“ erklärt P. Gaurie. „Der Besuch im Zentrum ist für die jungen Menschen aber auch sehr wichtig. Ein Stück Normalität und Ablenkung. Hier können die Kinder und Jugendlichen lernen, Freunde treffen und gemeinsam spielen.“

Wir haben Syrien nie verlassen

Die Salesianer Don Boscos haben Syrien während des Krieges nie verlassen. In Damaskus, Aleppo und Kafroun unterstützen sie Kinder und Jugendliche mit Bildungsangeboten und bieten jungen Menschen Zugang zu beruflicher Ausbildung. Besonders von Armut gefährdete Familien helfen die Salesianer Don Boscos mit Lebensmittelpaketen, Medizin und warmer Kleidung.

„Die jungen Menschen in Syrien haben Hoffnung. Für sie ist es wichtig ihr Leben fortsetzen zu können. Jede Unterstützung, um die Hoffnung nicht zu verlieren, ist gut. Bitte unterstützen Sie die Menschen auch mit Ihrem Gebet. “ so P. Gaurie abschließend.

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt seit vielen Jahren die Projekte der Salesianer Don Boscos in Syrien.

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(Interview und Text: Brigitte Sonnberger)

Dokumentarfilm zeigt Haftbedingungen Jugendlicher

Alberto López, P. Jorge Crisafulli SDB, Br. Günter Mayer SDB, Chernor Bah (v.l.n.r.)

Am 7. Oktober 2021 zeigte die Don Bosco Mission Austria im Don Bosco Wien den Film „Libertad“ von Raúl de la Fuente. Der Dokumentarfilm zeigt den gefährlichen Alltag minderjähriger Inhaftierter im Pademba-Gefängnis in Freetown, Sierra Leone und den engagierten Einsatz der Salesianer Don Boscos. Das Gefängnis wurde 1914 für 300 Gefangene gebaut und beherbergt zurzeit über 2.000 Personen.

Zum Film

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion sprachen Salesianerpater Jorge M. Crisafulli SDB, Direktor von Don Bosco Fambul in Freetown, Chernor Bah, Mitarbeiter bei Don Bosco Fambul, Alberto Herrero López, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der Misiones Salesianas, Madrid, und Dr. Henning Reuter, Arzt für Allgemeinmedizin, über die Probleme der jugendlichen Gefangenen und die hoffnungsvolle Arbeit der Salesianer Don Boscos und stellten sich den Fragen aus dem Publikum. Bruder Günter Mayer SDB, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria moderierte und übersetzte die Diskussion fürs Publikum.  

„Viele der Jugendlichen im Pademba-Gefängnis sind unschuldig und gerade Straßenkinder werden oft wegen Bagatelldelikten eingesperrt“, sagte Pater Jorge Crisafulli. „Die Minderjährigen werden ohne einen Prozess, ohne eine Straftat und sogar für das Schlafen auf der Straße inhaftiert. Sie erhalten keinen Rechtsbeistand, oft weiß niemand, wo sie sind, und, schlimmer noch, sie teilen sich Zellen mit Erwachsenen, denen Gewaltverbrechen oder sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden.“

Häufig kommt es zu Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung. Zudem mangelt es an Sonnenlicht, Privatsphäre, angemessener Gesundheitsversorgung und Bildungsmöglichkeiten. Immer wieder kommt es aufgrund der katastrophalen hygienischen Zustände zu Krankheiten und Todesfällen.

Don Bosco Fambul ist zurzeit die einzige Organisation, die im Gefängnis von Pademba tätig wird. Mit einem Anwaltsteam berät Pater Crisafulli die jugendlichen Inhaftierten. Sozialarbeiter bieten ihnen psychologische und medizinische Hilfe an, versorgen sie mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Bildungsmöglichkeiten für ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft nach der Haftentlassung. 

„Je mehr Menschen wir retten können, desto glücklicher bin ich. In diesem Fall junge Leute aus dem Pademba-Gefängnis. Wenn ich ihre innere Freude und ihr Lächeln im Gesicht sehe, wenn sie aus dem Gefängnis kommen, dann bin ich zutiefst glücklich. Was jeder Vater sich wünscht ist, dass sein Sohn glücklich ist.“ Pater Jorge Crisafulli abschließend.

Mit der Präsentation des Films starten die Salesianer Don Boscos auch die Kampagne "Unschuld hinter Gittern". In vielen Ländern Afrikas, Südamerikas und Asiens begleiten und betreuen die Salesianer Don Boscos minderjährige Gefangene. Das Pademba-Gefängnis ist ein Beispiel für die Arbeit der Salesianer mit Kindern und Jugendlichen in anderen Gefängnissen auf der ganzen Welt. 

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt die Arbeit der Salesianer Don Boscos in Sierra Leone, ihren Einsatz im Pademba-Gefängnis und in den Straßenkinderprojekten.

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(dbma)

Mit Don Bosco in ein neues Leben

© Don Bosco Mission Bonn/XMED Medellín
Vor zehn Jahren verließ Janier Alejandro Arenas González aus Medellín sein Zuhause. Der Alltag in seiner Familie war von Streit und Gewalt geprägt. Heute arbeitet der 19-jährige Kolumbianer als Kfz-Mechaniker und blickt zuversichtlich in die Zukunft.

Aufgewachsen ist Janier in der Comuna 1 der kolumbianischen Metropole. Medellín galt einst als gefährlichste Stadt der Welt. Auch heute ist das Leben in manchen Stadtvierteln noch von Gewalt geprägt. Die Comuna 1 liegt am Rande der Metropole und zählt zu den Armenvierteln Medellíns. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, Drogen sind weit verbreitet und nur wenige Jugendliche haben Zugang zu Bildung. In diesem Problemviertel wuchs Janier auf – zusammen mit seinen sechs Geschwistern, seiner Mutter und seinem Stiefvater. Sein leiblicher Vater starb, als Janier gerade einmal zwei Monate alt war. Dieser Verlust schmerzt ihn auch heute noch sehr, zu der väterlichen Familie hat er keinerlei Kontakt.

Schutz und Geborgenheit

In der Ciudad Don Bosco kennt Janier sich bestens aus. Hier hat er auch im Internat gewohnt – fast vier Jahre lang. Die Orte wie das Wohnheim, die Kantine, der Sportplatz und die kleine Kapelle sind ihm vertraut. Janier wird überall freudig begrüßt. Zu vielen Lehrern und Ausbildern hat er auch heute noch einen innigen Kontakt. Der junge Mann strahlt und genießt das Wiedersehen. Allen begegnet er mit Vertrauen und Offenheit.

Das war nicht immer so. Seit Janier denken kann, begleiteten Konflikte, Gewalt und Misshandlungen seine Kindheit. Seine Brüder suchten Zuflucht in Alkohol und Drogen, denn nur so konnten sie die harte Realität ertragen. Doch Janier wusste bereits mit neun Jahren, dass er diesen Weg nicht gehen wollte: „Schon als kleines Kind wollte ich immer anders sein. Ich wollte nicht den Drogen verfallen wie meine Brüder und ich wollte auch nicht mehr den ständigen Misshandlungen meiner Mutter ausgesetzt sein. Deshalb habe ich mich an das Jugendamt gewandt, damit sie mich in Obhut nehmen und schützen. Ich wurde dann schließlich in ein Schutzhaus von Don Bosco gebracht.“ In dem Haus leben etwa 50 Burschen, die alle aus schwierigen familiären Verhältnissen kommen. Fast alle haben Gewalterfahrungen gemacht und teilweise auf der Straße gelebt.

Nach zwei Jahren durfte Janier seine Familie alle 14 Tage wieder besuchen. Langsam sollte wieder Kontakt aufgebaut werden. Ein schwieriger Prozess. „Bei Don Bosco war ich glücklich und dort fühlte ich mich sicher“, so Janier. Auch im Internat fühlte er sich wohl und geborgen. Janier besuchte die Schule und schloss die 11. Klasse erfolgreich ab. Während dieser Zeit nahm er auch an vielen Kursen und Schulprogrammen teil. Im Fokus der Don Bosco Einrichtung steht die ganzheitliche Entwicklung der jungen Menschen. So können die Jugendlichen auch in verschiedenen Kursen ihr handwerkliches Geschick ausprobieren, ob als Bäcker, Gärtner oder Friseur. Etwa 1.200 junge Menschen besuchen zurzeit die Don Bosco Einrichtung in Medellín.

„Die Person, die ich heute bin, bin ich nur dank Don Bosco"

„Die Person, die ich heute bin, bin ich nur dank Don Bosco. In der Ciudad wurde ich nicht nur professionell ausgebildet, sondern auch sozial und kulturell geprägt. Ohne diese Unterstützung und Förderung würde ich heute wohl auf der Straße leben“, ist sich Janier sicher. Dabei verlief sein Werdegang nicht glatt, sondern es gab immer wieder Phasen, in denen er zusammen mit anderen Jugendlichen abhing und sich nicht in die Gemeinschaft integrieren wollte. Dann gab es wieder Tage, an denen er mit viel Disziplin lernte und hervorragende Leistungen erzielte. Ein ständiges Auf und Ab. Zum Ausgleich machte der junge Mann viel Sport und nahm mit Begeisterung die Angebote der Ciudad Don Bosco wahr. Die Lehrer entdeckten schon bald sein Potenzial und förderten seine Talente. „Ich erinnere mich sehr gut an Janier. Als er in die Ciudad kam, hat er sich anfangs richtig schlecht benommen. Mit der Zeit hat sich sein Verhalten verändert. Er hat sich auf uns und die Prozesse hier eingelassen. Das freut uns enorm, denn dadurch konnte er zu einer anderen Person heranreifen und sein Leben neu ausrichten“, erinnert sich Wilson Hernandez, verantwortlicher Sozialpädagoge in der Ciudad Don Bosco.

Mit der Ciudad Don Bosco verbindet Janier seine schönsten Kindheitserinnerungen. „Hier habe ich Wärme erfahren, mich zu Hause gefühlt und meine Freunde gefunden.“ Seine Lehrer und Ausbilder sind auch heute noch wichtige Bezugspersonen für ihn.

Mit einer Ausbildung in die Zukunft

Als Janier die Autowerkstatt in der Ciudad betritt, kommen andere Auszubildende auf ihn zu. Er ist eine Art Vorbild für sie. Janier freut sich, auch seinen Ausbilder zu sehen, mit dem ihn immer noch eine enge Freundschaft verbindet. Beruflich hatte Janier sich schon früh entschieden: Er wollte unbedingt Kfz-Mechaniker werden. Im Jahr 2019 hat er seine Ausbildung abgeschlossen und eine Anstellung gefunden. Der junge Mann arbeitet in einer Kfz-Werkstatt im Süden Medellíns. Damit kann er seinen Lebensunterhalt selbst verdienen. Das macht ihn glücklich!
   
Janier ist heute ein junger Mann, der zuversichtlich in die Zukunft blickt. Er fühlt sich gewappnet, auch für schwierige Zeiten. Der junge Kolumbianer wird seinen Weg gehen – und anderen jungen  Menschen Mut machen, dies ebenfalls zu tun.      

Die Ciudad Don Bosco in Medellín

Die Ciudad Don Bosco wurde 1965 am Stadtrand von Medellín gebaut. Anfangs war die Einrichtung vor allem als Anlaufstelle für Straßenkinder gedacht. Später kamen Werkstätten, Sportplätze, Klassenräume und Wohnhäuser dazu. Heute besuchen etwa 1.200 Kinder und Jugendliche die Ciudad. Die meisten kommen aus den Armenvierteln der kolumbianischen Metropole.

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt die Arbeit der Salesianer Don Boscos in Kolumbien. Denn kein Kind soll auf der Straße enden!

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(Text: Kerstin Prestin / Don Bosco Magazin, 25.05.2021) 

 

Ausbeuterische Kinderarbeit stoppen

©Don Bosco Mission Bonn/Melis Boasi

Bis zu 160 Millionen Mädchen und Buben sind weltweit immer noch von Kinderarbeit betroffen. Darauf hat anlässlich des UN-Tages gegen Kinderarbeit (12. Juni) die Don Bosco Mission Austria aufmerksam gemacht.

Alle Formen ausbeuterischer Kinderarbeit müssten umgehend gestoppt werden, so die Forderung des kirchlichen Hilfswerkes. Hierzu sei ein entschlossenes Handeln von Regierungen, Unternehmen und Zivilgesellschaft erforderlich. Ein Drittel der von Kinderarbeit Betroffenen arbeite unter ausbeuterischen Bedingungen, zum Beispiel in den Minen der Demokratischen Republik Kongo. Dort würden Rohstoffe wie Coltan und Kobalt abgebaut, die in Computer und Handys verwendet werden. "Die Armut ist einer der Hauptgründe, warum Kinder und Jugendliche unter gefährlichsten und gesundheitsschädlichen Bedingungen in den Minen arbeiten. Sie werden erbarmungslos ausgebeutet und verlieren dabei jegliche Chance auf eine menschenwürdige Zukunft", so Br. Günter Mayer, Geschäftsführer von "Don Bosco Mission Austria".

Auch die Konsumenten in Österreich seien gefordert, sich die Realität der Kinderarbeit bewusst zu machen. Mayer: "Handys und Computer sind in unserem täglichen Leben eine Selbstverständlichkeit. Aber für dieses Privileg zahlen Minderjährige im Kongo mit ihrer Gesundheit und teilweise mit dem Leben. Regierungen und internationale Großunternehmen sind dazu aufgerufen, Einfluss zu nehmen, dass Kinderarbeit gestoppt wird."

Covid verschärft Problematik

Weltweit ist die Zahl der Kinder in Kinderarbeit zuletzt auf 160 Millionen gestiegen, teilten die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF mit. Das sei eine Zunahme um 8,4 Millionen Kinder in den letzten vier Jahren. Millionen weitere Mädchen und Buben sind durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie gefährdet, wie aus einem aktuellen Bericht der beiden Organisationen hervorgeht. ("Child Labour: Global Estimates 2020, trends and the road forward"/"Kinderarbeit: Globale Schätzungen 2020, Trends und der Weg in die Zukunft")

Der Bericht warnt, dass weltweit neun Millionen zusätzliche Kinder bis Ende 2022 durch die Pandemie in Kinderarbeit gedrängt werden können. Ein Simulationsmodell zeigt zudem, dass diese Zahl auf 46 Millionen ansteigen könnte, wenn gefährdete Kinder keinen Zugang zu angemessenen sozialen Basisschutzmaßnahmen haben. "Wir verlieren im Kampf gegen Kinderarbeit an Boden und das letzte Jahr hat diesen Kampf nicht einfacher gemacht", so UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore: "Wir fordern Regierungen und internationale Entwicklungsbanken auf, vorrangig in Programme zu investieren, die Kinder aus Kinderarbeit herausholen und wieder in die Schule bringen können, sowie in soziale Schutzprogramme, die Familien helfen können, diese Entscheidung zur Kinderarbeit gar nicht erst zu treffen."

(KAP/10.6.2021)

Salesianer rufen zur Hilfe für Indiens Corona-Opfer auf

© Salesianer Don Boscos

Indien hat sich in den vergangenen Wochen zum Hauptschauplatz der Coronavirus-Pandemie entwickelt. Täglich infizieren sich Hunderttausende Menschen mit dem lebensbedrohlichen Virus, das Gesundheitswesen ist zusammengebrochen, die Menschen können nicht mehr ausreichend versorgt werden, viele sterben.

Die Salesianer Don Boscos versorgen die Menschen mit Lebensmittelpaketen und Hygieneartikeln. Des Weiteren werden dringend Desinfektionsmittel, Medikamente und Coronavirus-Testkits benötigt, da viele Menschen speziell in den ländlichen Gebieten nicht versorgt und getestet werden können. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die COVID-19-Nothilfe in Indien, heißt es von den niederösterreichischen Salesianer Don Bosocs . Die Patres des Jugendordens bitten um Hilfe.

Nähere Informationen

Seit ein paar Wochen wütet ein Corona-Tsunami in Indien. Drei Viertel der indischen Neuinfektionen entfallen auf zehn Bundesstaaten, darunter die Hauptstadt Neu-Delhi, die hochansteckende Virusmutation B.1.617 gilt als Auslöser. Das Gesundheitswesen ist zusammengebrochen, viele Krankenhäuser mussten die Aufnahme neuer Patienten stoppen. Wir haben Bilder von Menschen gesehen, die um Hilfe betteln, während sie auf der Suche nach einem Bett, nach Sauerstoff, Medikamenten, Ambulanzen oder gar Leichenwagen von einem Krankenhaus zum anderen laufen.

Erneut steht in Indien das öffentliche Leben still, mit drastischen Folgen. In der ersten Corona-Welle im Vorjahr zählten Straßenkinder, Wanderarbeiter und deren Familien zu den besonders Leidtragenden. Nun gilt abermals: „Wer nicht vorsorgen konnte, steht vor großen Problemen, vor allem Kinder und alte Menschen“, warnt Salesianerpater Noel Maddhichetty aus Neu-Delhi.

Die Salesianer Don Boscos betreiben in Indien 403 Einrichtungen. Sie haben bereits in der ersten Pandemie-Welle geholfen, Hunderttausende Menschen wurden seither mit Essens- und Hygi-enepaketen versorgt. Sie verteilen durch ihr landesweites Netzwerk Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente an die Bedürftigsten vor Ort. Bitte helfen Sie uns, diese schlimme Notsituation für die Ärmsten zu lindern!

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(NÖN 4.5.2021, Wolfgang Zarl)

Weg von der Straße zur Ausbildung

© Don Bosco Mission Austria

Kolumbien ist bei uns in den Medien bekannt wegen der Drogenkartelle, die sich gegenseitig bekämpfen, und wegen der jahrelangen Auseinandersetzungen zwischen den Regierungstruppen und den Rebellen.

Das Bildungssystem im Land weist immer noch große strukturelle Schwächen auf: viele Kinder und Jugendliche gehen nicht zur Schule und bleiben oft als Arbeitslose im Rad der Armut gefangen. In den Großstädten ist die Kriminalitätsrate sehr hoch. Um den Bandenkriegen in den Slums und der Gewalt in der Familie zu entkommen, ziehen viele Kinder und Jugendliche das Leben auf den Straßen vor.

Die Salesianer Don Boscos bieten Kindern und Jugendlichen in dieser Notsituation einen Ort, an dem sie willkommen sind und die Chance erhalten, ihre Fähigkeiten und Talente zu entfalten. In zwei Ausbildungszentren in der Hauptstadt Bogotá und im Zentrum „Ciudad Don Bosco“ in Medellín finden Straßenkinder ein neues Zuhause und können eine umfassende Berufsausbildung absolvieren. Die Ausbildung sichert nicht nur ihre Existenz, sondern sie werden so zu einer Stütze der Gesellschaft.

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt die Salesianer Don Boscos in Kolumbien. Die Programme richten sich an die Straßenkinder. Sie erhalten eine Unterkunft, Essen, medizinische und psychologische Betreuung und eine Schul- und Berufsausbildung. Denn kein Kind soll auf der Straße enden!

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(kap/dbma)

Auch Leprakranke haben Recht auf Leben in Würde

© Salesianer Don Boscos

Salesianer P. Salesny setzt sich seit 1984 mit seinem Leprafonds für Kranke ein - Laut WHO werden pro Jahr immer noch 200.000 Lepra-Neuerkrankungen registriert

Auch 2021 werden Leprakranke immer noch diskriminiert und sozial stigmatisiert. Darauf hat der Salesianer P. Karl Heinz Salesny im Gespräch mit Kathpress hingewiesen. "Leprakranke werden von einer guten Gesundheitsversorgung und sozialen Leistungen der Gesellschaft ausgeschlossen und der Zugang zu Bildung wird ihnen verwehrt", so Salesny. Der Hauptgrund dafür liegt dem Ordensmann zufolge am nach wie vor mangelnden Wissen über die Krankheit: "Nur durch soziales und medizinisches Engagement der Gesellschaft können von Lepra betroffene Menschen ihr Recht auf ein würdiges und produktives Leben in der Gemeinschaft bekommen."

Salesny, der vor Kurzen seinen 80. Geburtstag feierte, gründete 1984 als Pfarrer in Amstetten den Leprafonds. Gleich zu Beginn fanden sich 250 Personen, die monatlich in den Fonds einzahlten, erinnerte er sich. Damit konnte die Lepra-Arbeit von Sr. Elisabeth Schwarzl in Madagaskar und von P. Johann Kiesling im Kongo maßgeblich unterstützt werden. U.a. wurden Medikamente und Prothesen finanziert. Die Hilfe des Fonds wurde später auch auf China und Indien ausgeweitet, wo Salesianer mit ihren Mitarbeitern in Zentren für Leprakranke arbeiten.

In China werden zwei Zentren mit Medikamenten, orthopädischen Schuhen und Prothesen unterstützt. In Chennai in Südindien werden in einem weiteren Zentrum bis zu 100 Patienten jährlich behandelt, es wird ihnen Unterkunft gegeben und sie werden mit Lebensmittel versorgt. Und Hilfe gibt es auch nach wie vor für P. Kiesling, der sich mit seinen 86 Jahre immer noch im Kongo für Leprakranke einsetzt.

Nach aktuellen Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden pro Jahr rund 200.000 Lepra-Neuerkrankungen registriert. Lepra ist heilbar, wenn die Krankheit rechtzeitig behandelt wird. Die Kosten für die Behandlung eines Kindes betragen rund 40 Euro, für einen Erwachsenen 150 Euro.

Seit drei Jahren arbeitet der Leprafonds mit der Don Bosco Mission Austria des Salesianerordens zusammen, die nun für die Durchführung der einzelnen Hilfsprojekte verantwortlich ist. Salesny wirkt inzwischen als Seelsorger im Don Bosco Haus Wien und setzt sich aber nach wie vor für seinen Fonds und Hilfe für Leprakranke ein.

Spenden: Don Bosco Mission Austria, Verwendungszweck: Leprafonds - Pater Salesny, IBAN: AT33 6000 0000 9001 3423

(kap)

 

Don Bosco Mission Austria bei UN-Konferenz

Br. Günter Mayer trägt das Statement der Salesian Missions, New York, vor

Im Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und Menschenhandel.

Von 12. – 16. Oktober 2020 fand die zehnte Konferenz der UN – Konvention gegen grenzüberschreitende organisierte Kriminalität in Wien statt. Im Zentrum stand die Überprüfung der Implementierung des Übereinkommens und seiner Zusatzprotokolle zu Menschenhandel, Menschenschmuggel und illegalem Waffenhandel.

Bruder Günter Mayer, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria, nahm im Auftrag der „Salesian Missions Incorperation“ (New York) teil und informierte im Hauptplenum mit einem Statement über die globale Arbeit der Salesianer Don Boscos und der Don Bosco Schwestern, die in ihren Einrichtungen, Netzwerken und NGOs  gegen Menschenhandel, Kinderprostitution und Gewalt kämpfen und die Rückführung von Kindern und Jugendlichen zu ihren Familien organisieren, die Opfer von Armut und kriminellen Machenschaften geworden sind.

„Die weltweite Pandemie erschwert unsere Arbeit rund um den Globus enorm und macht sie zugleich umso wichtiger. Genau jetzt ist die Gefahr von Armut, Hunger und sozialer Ungerechtigkeit besonders groß. Alle diese Faktoren erhöhen zugleich die Zunahme transnationaler Kriminalität, welcher es mit aller Kraft entgegen zu steuern gilt.  [...]

Weltweit leiten und unterstützen wir Projekte u.a. in Europa, Nigeria, Mexiko, Gabun, Äquatorial-Guinea, Burkina Faso, Mali, Libyen, Algerien und Marokko. Unser Leitbild bleibt dabei immer dasselbe: Erhöhen wir das Augenmerk auf Kinder- und Frauenrechte. Fördern wir die Bildung junger Menschen und erhöhen somit ihre Zukunftschancen. Kooperieren wir zusammen mit nationalen und internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen um unsere Arbeit breiter aufzustellen. Nur so lässt es sich gelingen, gegen Menschenrechtsverletzungen und Menschenhandel gegenzusteuern und Kriminalität zu unterbinden!“, sagt Günter Mayer im Statement. 

Mayer wies auch darauf hin, dass auf internationaler Ebene Maßnahmen durch die Unterstützung der Vereinten Nationen unter der aktiven Beteiligung der Mitgliedsstaaten ergriffen werden müssen.

Zum Abschluss gab Günter Mayer im Namen der Salesianer Don Boscos folgende zusammenfassende Empfehlungen im Plenum ab:

  • Sensibilisierung der Bevölkerung mit Schwerpunkt auf die Rechte von Kindern und Jugendlichen, zum Schutz gegen grenzüberschreitende organisierte Kriminalität
  • Stärkung der Bildung auf nationaler und lokaler Ebene als konkretes Mittel zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität
  • aktive Einbeziehung von zivilgesellschaftlichen Organisationen auf nationaler und lokaler Ebene, auch in Bezug der Überprüfungsmechanismen der Interessensgruppen

„Wir werden nicht aufhören, uns weiterhin für und mit jungen Menschen gegen Menschenhandel und Missbrauch einzusetzen“, so Günter Mayer abschließend.

Die Don Bosco Mission Austria fördert Projekte der Salesianer Don Boscos, die sich gegen Menschenhandel und für die Rechte von Kinder und Frauen einsetzen.

Hier finden Sie unsere aktuellen Projekte.

 

Die Tragödie von Beirut und die schnelle Hilfe der Salesianer

Salesienerpater Simon Zakerion vor dem zerstörten Hafen in Beirut (CR: ANS)

Am 4. August erschütterten zwei gewaltige Explosionen die Stadt Beirut. Nach Angaben der Behörden wurden mindestens 158 Menschen getötet, mehr als 6.000 Menschen verletzt, es gibt zahlreiche Vermisste.

Die Explosionen haben verheerende Zerstörungen angerichtet. Ganze Straßenzüge und Gebäude wurden schwer beschädigt. Es wird geschätzt, dass ca. 300.000 Menschen ihre Unterkunft verloren haben und nun obdachlos sind. Auch die Krankenhäuser kommen an ihre Grenzen. Vier Krankenhäuser wurden zerstört, durch Covid-19 waren ihre Kapazitäten ohnehin bereits ausgeschöpft.

Vor dem zerstörten Hafen von Beirut beschreibt der Salesianer Pater Simon Zakerian die schmerzvolle Situation, die die gesamte Bevölkerung durchdringt, aber auch den Wunsch nach Wiederaufbau, der in erster Linie von jungen Menschen ausgeht:

„Wir sind hier vor diesem traurigen Ort, an dem diese Explosion stattgefunden hat, dem Hafen von Beirut, wo so viele Menschen diese Welt verlassen haben, so viele Menschen noch vermisst werden, so viele verletzt sind, so viel Schaden für Beirut und für das ganze Land angerichtet wurden. Trotz dieser Zerstörung haben sich unsere salesianischen Jugendlichen der Diözese Jbeil und mit ihnen viele junge Muslime, junge Menschen im Libanon, freiwillig dazu gemeldet, bei der Reinigung der Straßen und Häuser von zerbrochenem Glas, Schutt und Asche, zu helfen.“

Die Salesianer Don Boscos im Libanon haben unmittelbar nach den Explosionen ein Nothilfeprogramm für betroffene Familien gestartet: Sie helfen mit Unterkünften, Lebensmittel und medizinischer Versorgung. Die Nothilfe der Salesianer Don Boscos richtet sich an Menschen, die Opfer der gewaltigen Explosion wurden sowie an die vielen Flüchtlinge aus dem Irak und Syrien, die dort eine Bleibe gefunden haben. „Wir besuchen die Häuser, um zu sehen, wie es den Menschen geht und wie sie diese Schwierigkeiten überwinden, um Hilfe zu leisten“, so Pater Zakerian. Es wurden bereits sehr viele Familien identifiziert, denen die Salesianer konkrete Hilfe zukommen lassen.

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt die Nothilfe der Salesianer Don Boscos im Libanon. Hier können Sie spenden.

Pater Zakerian abschließend: „Beirut stirbt nicht, das Leben muss wieder auferstehen. Das wollen wir der ganzen Welt sagen. Junge Menschen geben Hoffnung, Freude und gehen auf die Straße, um zu helfen und zu bekräftigen, dass wir unsere Stadt gemeinsam bauen und vereint bleiben müssen. Ich bitte Sie um Ihr Gebet für den Libanon, das libanesische Volk und für alle Völker, die hier als Flüchtlinge leben.“

(ANS / bs)

Fulpmer HTL-Schüler unterstützen Partnerschule in Äthiopien

Von links nach rechts: Heimdirektor Pater Peter Rinderer, HTL-Direktor Dr. Martin Schmidt-Baldassari, Florian Messner, Markus Thaler. Schmidt-Baldassari: "Mit dieser Partnerschaft wollen wir den Wissenstransfer fördern" (Foto: Julian Pernsteiner)

Die HTL Fulpmes und das Schülerheim Don Bosco Fulpmes starten eine Partnerschaft mit einem Berufsausbildungszentrum in Äthiopien und finanzieren einen Schweißerkurs.

Das Don Bosco Poly Technic College in Mekelle (Äthiopien) ist die neue Partnerschule der HTL Fulpmes und des Schülerheims Don Bosco in Fulpmes, die gemeinsam den Technikcampus Stubai bilden. Schülerheimdirektor Pater Peter Rinderer ist in direktem Kontakt mit der Schule in Äthiopien: „In Mekelle und der Tigray-Region sind viele Jugendliche von Arbeitslosigkeit und Armut bedroht. In der Don Bosco Schule erlernen 620 Jugendliche einen Beruf und bekommen Top-Zukunftschancen.“

Das Berufsausbildungszentrum in Mekelle bietet neben mehrjährigen Ausbildungsprogrammen auch Schnellkurse an. Als erster Schritt der Partnerschaft wird ein zweimonatiger Kurs in Schweißen finanziert, der einen direkten Berufseinstieg ermöglicht. Teile des Ausbildungsprogramms sind Persönlichkeitstraining, Berufsvorbereitung und Unterstützung im Bewerbungsprozess.

Die Schüler und Schülerinnen aus Fulpmes behandeln das Thema im Unterricht und helfen aktiv beim Sammeln der Spenden mit. „Schweißen, drehen und fräsen: Die Jugendlichen in Äthiopien lernen genau die gleichen Fertigkeiten wie wir. Ich finde diese Schulpartnerschaft zwischen zwei Kontinenten sehr spannend“, meint der 15-jährige HTL-Schüler Markus Thaler. HTL-Schuldirektor Martin Schmidt-Baldassari ist vom Start der Partnerschaft begeistert: „Durch die Partnerschule lernen unsere Jugendlichen mehr über die Lebensrealität in anderen Teilen der Welt, und zugleich verbindet uns die Metallbearbeitung und der Maschinenbau.“

Spendenziel für die Finanzierung eines Schweißerkurses sind 3000 Euro. Das Lehrerkollegium sowie Eltern und Bekannte der Schüler und Schülerinnen unterstützen die Aktion ebenfalls. Die Abwicklung erfolgt über den Verein „Don Bosco Mission Austria“ in Wien, der weltweit Sozialprojekte unterstützt.

Hier können Sie für das Projekt spenden

Kontakt:
Pater Peter Rinderer SDB
Bahnstraße 49
6166 Fulpmes
Telefon: +43 (0)664/2334155
schuelerheim.fulpmes@donbosco.at
www.htl-fulpmes.at/schule/partnerschule/

(Peter Rinderer / bs)

 

Augusta - ein Vorbild für von der Prostitution gerettete Mädchen

Augusta mit dem Generaloberen der Salesianer Don Boscos P. Ángel Fernández

Augusta Ngombu wurde nur 23 Jahre alt. Trotz ihres jungen Alters nahm sie sich die Zeit,  ihre Träume zu verwirklichen. Als Kind verwaist, von ihren Verwandten missbraucht, lief sie von zu Hause weg um in den Straßen von Freetown, Sierra Leone, zu überleben. Dabei endete sie in völliger Armut und musste ihren Körper verkaufen um an Essen zu kommen. Die Salesianer Don Boscos fanden Augusta im Alter von 16 Jahren auf der Straße, nahmen sie im Don Bosco Mädchenschutzzentrum auf und retteten so ihr Leben.

Nach einer psychologischen und medizinischen Betreuung konnte Augusta die Schule beenden und schaffte es, ihr eigenes Lebensmittelgeschäft zu eröffnen.

Letzten Sonntag, den 7. Juni, starb Augusta an der Krankhaft AIDS (HIV). Augusta war ein indirektes Opfer des Coronavirus. Aus Angst, sich im Krankenhaus mit dem Virus zu infizieren, nahm sie in den letzten Wochen nicht mehr die Behandlung für ihre AIDS-Krankheit wahr.

Augusta schaffte es, aus ihrer miserablen Situation, in die sie als Kind hineingeworfen wurde, ihren Lebenstraum zu verwirklichen, auch wenn er nur von kurzer Dauer war.

Im Jahr 2018 nahm sie an der 38. UN-Sitzung für Menschenrechte als Botschafterin teil. Sie erzählte von ihrer Geschichte und bewegte damit das Publikum.

In Brüssel empfing sie der Präsident des europäischen Parlaments Antonio Tajani, und sie nahm gemeinsam mit Kardinal Michael Czerny bei einer Konferenz der COMECE (Commission of the Episcopal Conferences of the European Community) teil, die sich gegen Menschenhandel einsetzt.

In Malta nahm sie am europäischen Event Lost in Migration mit dem Dokumentarfilm Love  und an einem rundem Tisch mit dem Thema Schutz von Minderjährigen Migranten teil.

In Rom bekam Augusta die Gelegenheit an einer Audienz beim Papst Franziskus am Petersplatz teilzunehmen. Ihrer Worte nach war es „Der beste und glücklichste Tag meines Lebens!“

Mit dem Dokumentarfilm Love, in dem Augusta die Hauptrolle spielte, schaffte sie es, das Leben vieler Minderjähriger in Sierra Leone zu verändern: Die Regierung des westafrikanischen Staates begann die Straßenkinder als Opfer anzusehen und erließ ein Gesetz, das sie vor Gewalt schützt.

Während der Dreharbeiten von Love sagte Augusta einmal: „Heute bin ich froh. Niemand lacht mich mehr aus. Niemand benutzt mich mehr. Ich erledige meinen Job, ich verdiene mein eigenes Geld und ich liebe was ich tue!“.

„Der Tod nahm sie zu ihrer besten Lebenszeit weg. Sie lebte ihren Traum und lässt uns mit einer klaren Botschaft zurück: Es gibt immer eine zweite Chance im Leben.“, so Pater Jorgé Crisafulli SDB, Direktor des Mädchenschutzzentrums in Sierra Leone.

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt das Mädchenschutzzentrum „Girls Shelter“ im Kampf gegen die Kinderprostitution in Freetown, Sierra Leone.

„Auch wenn diese Erfolgsgeschichte so ein tragisches Ende genommen hat, ist es umso wichtiger, dass wir weiterhin gegen die Ausbeutung junger Mädchen als Prostitutierte kämpfen.“ , so Bruder Günter Mayer SDB, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Austria.

Hier können Sie das Mächenschutzzentrum in Sierra Leone unterstützen.

(ANS / bs)

Statement zu Rassismus und Gewalt

Vereinigte Staaten von Amerika, San Francisco

Statement der Salesianer Don Boscos

Auf Grund der wiederholten rassistischen und gewalttätigen Vorfälle der vergangenen Tage in den Vereinigten Staaten, veröffentlicht die West United States Province (SUO) folgendes Statement.

Gemeinsam, mit unseren Schwestern und Brüdern, verurteilen die Salesianer Don Boscos der Westküste der Vereinigten Staaten alle Formen von Rassismus.

Die gewaltsamen und schrecklichen Szenen rund um die Ermordung von George Floyd erschüttern uns zutiefst. Die nicht zu tolerierende Gewalt und die Verletzungen von Menschenrechten zeigen einmal mehr den noch immer tief verankerten Rassismus in den USA.

So wie unser Gründer, Johannes Bosco, unterrichten und begleiten wir junge, von der Gesellschaft ausgeschlossene Menschen. Die Geschichte von George Floyd, Ahmaud Arbery, Breonna Taylor, Christian Cooper und unzähligen anderen Opfern rassistischer Gewalt in den Vereinigten Staaten zeigt sich leider auch in unserer alltäglichen Arbeit. Auch unsere Gemeinschaft war und ist oftmals Opfer von Rassismus und Ausgrenzung. Wir können nicht länger zusehen und unsere Augen vor der Realität schließen. Respekt für das Leben junger und diskriminierter Menschen gehört geschützt und wir fordern alle dazu auf, sofort zu handeln!

Wir fordern unsere Gemeinschaften und die Regierung dazu auf, an sofortigen Veränderungen zu arbeiten, Gesetzte zu ändern und rassistische Strukturen zu durchbrechen!

Wir stellen sicher, dass jungen Menschen Bildung zugänglich gemacht wird und sie Teilnehmer und Wegweiser in der gesellschaftlichen und politischen Debatte sein werden.

Wir sind mit allen Afroamerikanerinnen und Afroamerikanern solidarisch, die tagtäglich systematischer Diskriminierung und systematischen Rassismus ausgeliefert sind, die zu oft in hässlicher Gewalt endet.

Wir hören die Sorgen und Anliegen unserer Schwestern und Brüder, die völlig zu Recht erbost und ängstlich sind. Wir schließen uns ihnen mit Gebeten und nicht gewalttätigen Protesten an um für die grundlegenden Menschenrechte zu kämpfen!

Wir teilen unseren Zorn und unsere Gebete mit allen, die ihre Engsten und Liebsten verloren haben und sprechen ihnen unsere Anteilnahme aus. Wir werden nicht aufhören an die Bereicherungen einer pluralistischen Gesellschaft zu glauben, dafür einzustehen und dafür zu kämpfen!

(ANS / bs)

Hilfe in Ghana gegen COVID-19

Übergabe der medizinischen Ausrüstung an das Tema Hospital

Don Bosco Mission Austria unterstützt Ghana im Kampf gegen COVID-19

Ende April besuchte die Gemeinschaft der Salesianer Don Boscos « Blessed Artemide Zatti » das Allgemeine Krankenhaus in der Hafenstadt Tema in Ghana. Das Spital steht im Zentrum der Versorgung von COVID-19 Patienten im Großraum der Hauptstadt Accra. Aufgrund mangelnder medizinischer Ausrüstung im Krankenhaus lieferten die Salesianer Don Boscos Desinfektionsmittel, Schutzmasken und Schutzbekleidung an das Team von Dr. Richard Anthony. Das Equipment mit Spenden von Don Bosco Mission Austria zur Verfügung gestellt. 

Unterstützt wurde auch die Gesundheitsbehörde der Kommunalverwaltung von Ashaiman, deren Direktorin Patience Ami Mamattah und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an vorderster Front gegen den COVID-19 Ausbruch kämpfen. 

Am darauffolgenden Tag besuchten die Salesianer mehrere Fischer in Tema. Sie wurden mit Lebensmitteln versorgt. Das Team der Salesianer wurde von P. Bayo Olunkanni SDB, Bruder Clement, Robert Nyaku und Godfred Arhin angeführt. Die Lebensmittel wurden ebenfalls mithilfe von Don Bosco Mission Austria zur Verfügung gestellt. 

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt Hilfsprojekten der Salesianer Don Boscos im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Ghana. 

Wollen Sie uns im Kampf gegen den COVID-19 Ausbruch in Ghana unterstützen? Hier können Sie spenden: https://altruja.de/don-bosco-mission-austril/spende 

(ANS/pms)

Alle Auslandsvolontäre zurück in Österreich

Abrupter Abschied von einer neu gewonnen zweiten Heimat

Die Initiative "Volontariat bewegt" hat alle ihre mehr als 30 im Ausland ihren Dienst leistenden Volontärinnen und Volontäre
zurück nach Österreich geholt. Anlass war die Entscheidung des Außenministeriums, die Sicherheitstufen weltweit anzuheben, erläuterte Geschäftsführerin Julia Nösterer gegenüber "Kathpress". Für die Volontäre sei dieser abrupt
vollzogene Abschied von einer neu gewonnen zweiten Heimat eine große Herausforderung. "In dieser kommenden Zeit versuchen wir, sie so gut es geht weiterhin zu unterstützen."

Angst vor eingeschleppten Corona-Infektionen gebe es kaum, denn zum Zeitpunkt der binnen drei Tagen erfolgte Rückholung der Volontäre vor mittlerweile bereits drei Wochen sei das CoronaVirus in ihren jeweiligen Einsatzländern weitestgehend ein Randthema gewesen, so Nösterer. "Heute, wo sich auch in den Einsatzländern ein zusehends angespanntes Bild zeichnet, und wo der internationale Flugverkehr praktisch zum Erliegen gekommen ist, sind wir froh über unser rasches Handeln."

1993 ist die erste Gruppe junger Erwachsener für ein Sommervolontariat in ein Don Bosco-Projekt aufgebrochen; seither sollen laut "Volontariat bewegt" mehr als 650 Volontäre einen Freiwilligendienst in Ländern des globalen Südens geleistet haben. Letztes Jahr waren es 17 junge Erwachsene, die zu dem meist einjährigen Einsatz aufgebrochen sind.

(kap)

Mädchen eine Stimme geben

Fambul bedeutet Familie. Salesianerpater Crisafulli leitet das Kinderschutzzentrum.

Don Bosco Fambul in Sierra Leone ist eine wichtige Anlaufstelle für Straßenkinder, Ebola-Waisen und sexuell missbrauchte Mädchen.

Zehntausende Mädchen müssen sich in Sierra Leone prostituieren. Die Salesianer Don Boscos kümmern sich um die jungen Frauen. Sie kämpfen für ihre Rechte und eine bessere Zukunft. Aminata ist eine von ihnen – dank Don Bosco hat sie den Absprung aus der Prostitution geschafft.

Fröhlich laufen die jungen Mädchen durch die Straßen von Freetown. Sie haben sich untergehakt, lachen selbstbewusst und bewegen sich anmutig zu kreolischer Musik. Junge Mädchen, die ihre Jugend genießen, so scheint es auf den ersten Blick. Doch dieser täuscht: Die Mädchen sind Prostituierte und kämpfen jeden Tag ums Überleben.

„Sie denken, handeln und fühlen wie Kinder. Sie haben kein Vertrauen in die Menschheit und sich selbst“, so beschreibt der Salesianerpater Jorge Crisafulli die Mädchen, die sich in Sierra Leone prostituieren müssen. Der gebürtige Argentinier leitet seit 2016 das Kinderschutzzentrum von Don Bosco in Freetown. Die Salesianer kümmern sich in der Hauptstadt des westafrikanischen Landes um Kinder und Jugendliche, die am Rand der Gesellschaft leben. Viele sind minderjährige Mädchen, die als Prostituierte arbeiten. Die meisten leben auf der Straße. Der Hauptgrund für die Prostitution ist Armut und Hunger.
 
 
Vier Salesianer, 110 Sozialarbeiter und eine Gruppe Freiwilliger setzen sich im Projekt der Salesianer für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein.

Falsche Versprechen

In der Regel verdienen die Mädchen am Tag zwischen ein bis zwei Euro. Aminata benötigt das Geld auch, um die Schule besuchen zu können. Sie bezahlt Schulgeld, Hefte und Stifte davon. Die junge Frau möchte ihrem Leben eine Wende geben. Viele Mädchen wurden von Menschenhändlern mit falschen Versprechen angelockt. Die meisten kommen vom Land und erhoffen sich in der Stadt eine neue Zukunft. Ihnen wird eine gute Arbeit versprochen, dann werden sie ausgebeutet und missbraucht. Über Krankheiten und Risiken sind die Mädchen wenig oder gar nicht aufgeklärt.

Das Leben der Bevölkerung in Freetown ist vor allem durch Armut, Drogen und Perspektivlosigkeit bestimmt. Der westafrikanische Staat ist gezeichnet von einem mehr als zehnjährigen Bürgerkrieg und den Folgen der Ebola-Krise. Viele Kinder und Jugendliche haben ihre Eltern verloren und sind ganz auf sich alleine gestellt. Das Leben auf der Straße bedeutet Gewalt und Gesetzlosigkeit. Die Mädchen haben praktisch keine Rechte und werden gnadenlos ausgebeutet. „Ich gebe den Kampf aber nicht auf“, erklärt Pater Jorge entschieden. Sein Ziel sei es, den namenlosen Mädchen eine Stimme zu geben und eine Zukunftsperspektive abseits von Armut und Gewalt zu schaffen.

Perspektiven abseits der Prostitution

Im Juli 2017 startete schließlich ein Rehabilitationsprogramm, das sich gezielt an minderjährige Prostituierte im Alter von neun bis 17 Jahren wendet. 100 junge Frauen aus dem Don Bosco Mädchenhaus haben bislang daran teilgenommen. Die Mädchen werden psychologisch und ärztlich betreut und erhalten die Chance einer Schul- und Berufsausbildung. Zudem setzt sich Don Bosco für die strafrechtliche Verfolgung der Freier und Zuhälter ein. Prostitution ist zwar in Sierra Leone erlaubt, Verführung Minderjähriger aber nicht. Sozialarbeiterinnen stellen auf der Straße mit den Mädchen den Erstkontakt her.

Don Bosco ist es wichtig, den Mädchen eine Perspektive abseits der Prostitution zu bieten. „Die Mädchen lernen ein Zuhause und Familienstrukturen kennen. Unser Ziel ist es, sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren und mit ihren Familien zusammen zu führen“, betont Pater Jorge. Aminata ist eines dieser Mädchen.

Aminata wurde überglücklich von ihrer Großmutter wieder in die Arme geschlossen.
Ihre Geschichte wurde zu einer Erfolgsgeschichte. Sie lebt jetzt auf dem Land bei ihrer Großmutter. Überglücklich haben sich die beiden nach Jahren wieder in die Arme geschlossen. Aminata hat sich ein eigenes kleines Geschäft aufgebaut, weit weg von den Straßen Freetowns. Ihr Leben auf dem Land gefällt ihr. Und dieses Leben wünscht sie sich später auch für ihre Kinder.
 
Die Don Bosco Mission Austria unterstützt das Projekt Don Bosco Fambul in Sierra Leone. Hier können Sie helfen! 
 
(Gekürzt nach Text: Kirsten Prestin, Fotos: Alberto Lopéz/Misiones Salesianas Madrid, erschienen in DON BOSCO magazin 2/2019)
Wirtschaft als Motor in Afrika
Netzwerktreffen bei der Don Bosco International Educational Exhibition – Educata Ghana 2018 in Accra

Zum Internationalen Tag der Jugend erinnert die Don Bosco Mission Austria an das Potential junger Menschen.

Der Kontinent Afrika ist jung und dynamisch. Aber das Leben vieler Jugendlicher und junger Erwachsener ist oftmals geprägt von Armut und Perspektivenlosigkeit. Denn es fehlt an Bildungsmöglichkeiten, Infrastruktur und Arbeitsplätzen. Um den Menschen einen Weg aus der Armut zu ermöglichen, führen die Salesianer Don Boscos in vielen Ländern Ausbildungsstätten. „Es braucht dabei mehr Investitionen ausländischer Unternehmen, damit diese hoch motivierten Jugendlichen in den heimischen Arbeitsmarkt zu integriert werden können.“ Das meint Salesianerbruder Günter Mayer, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria. Der gelernte Kaufmann kennt die Situation vieler Länder in Afrika. Er selbst hat 17 Jahre als Missionar in Ghana gearbeitet und in dieser Zeit mehrere Berufsbildungszentren mit aufgebaut.

Bruder Günter Mayer erzält mehr im Interview mit Vatican News 

„Don Bosco Tech Africa“ als regionales und globales Netzwerk
Ein erster konstruktiver Ansatz ist das junge, vor fünf Jahren gegründete Berufsbildungsnetzwerk „Don Bosco Tech Africa“. Hier kooperieren 98 Berufsausbildungseinrichtungen der Salesianer in 35 Ländern Afrikas mit jährlich rund 30.000 Auszubildenden. Mit „Don Bosco Tech Africa“ wurde eine regionale und globale Marke geschaffen, die sich auf effizientes Ressourcenmanagement, technische Schulungen und Fachkräftetraining spezialisiert hat. Die Salesianer Don Boscos gehören damit zu den wenigen Trägern, die als überregional agierende Akteure afrikaweit eine signifikante Bedeutung in der Berufsbildung haben.

Verheerender Wirbelsturm über Mosambik
Foto: ANS

Der Wirbelsturm Idai, der vor einer Woche über Mosambik, eines der ärmsten Länder im Südosten Afrikas, fegte, hinterlässt Bilder der Verwüstung. Nur langsam wird das komplette Ausmaß der Katastrophe bekannt.

Nach ersten Schätzungen sind rund 1,8 Millionen Menschen von der Naturkatastrophe betroffen, die zu einer der "schlimmsten Klimakatastrophen werden könnte, die jemals in der südlichen Hemisphäre beobachtet wurden", so UN-Vertreter am Dienstag.

Der Zyklon hat vor allem in der Stadt Beira an der Küste von Mosambik große Schäden und Chaos verursacht. Es bilden sich Binnenmeere, Straßen sind gebrochen, Lebensmittel und Trinkwasser sind rar, die Menschen haben nichts zu essen", erklärt  Salesianerpater Pescador aus Mosambik.

Die Salesianer Don Boscos stehen den leidenden Menschen nahe. Die Missionare mobilisieren, um den Opfern mit Lebensmitteln, Kleidung und Grundbedürfnissen zu helfen. Die Gemeinden, in denen die Salesianer wohnen  - Maputo, Moamba, Inharrime, Matundo und Moatize -, waren nicht ernsthaft betroffen. "Wir werden der leidenden Bevölkerung so gut wie möglich helfen", erklären die Ordensleute.

Die Situation in der Region Chimanimani in Simbabwe ist ebenfalls sehr ernst, es gab viele Tote, die zerstörten Gebiete sind nur schwer zugänglich, was Rettungsmaßnahmen erschwert. Das Büro des Internationalen Rettungskomitees (ICR) im Land hat erklärt, dass "nach dem Zyklon Idai der Ausbruch von Epidemien und die Ansteckung von Cholera und Malaria befürchtet wird."

Auch in Malawi gab es viele Todesopfer, hunderte Verwundete und über 140.000 Menschen, die vertrieben wurden.

Der Generalobere der Salesianer Don Boscos Pater Ángel Fernández Artime, drückt seine Solidarität aus: "Wir danken Gott, der uns in schwierigen Zeiten immer begleitet. Ich lade Sie ein, sich nicht entmutigen zu lassen und alle Ihre Kräfte in den Dienst der Menschen zu stellen die uns am meisten brauchen."

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt die Nothilfe der Salesianer Don Boscos vor Ort. Für die Soforthilfe werden dringend Medikamente, sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel und Hygieneartikel benötigt.

Hier können Sie helfen!

Don Ángel Fernandez Artime zu Besuch in Österreich
Bruder Günter Mayer von der Don Bosco Mission Austria mit dem Generaloberen Don Ángel Fernandez Artime

Der Generalobere der Salesianer Don Boscos Don Ángel Fernandez Artime besuchte von 1. bis 4. März die Salesianergemeinschaften in Österreich.

Don Àngel Artime hatte Österreich noch nie zuvor besucht: „Ich finde, dass Wien eine bezaubernde Stadt ist.“ Die Botschaft des Generaloberen ist jedoch international. Besonders wichtig ist ihm ein weltweites Netzwerk der Menschlichkeit. Sei es in einem der Projekte in den mehr als 4.500 Häusern der Salesianer in 134 Ländern oder sei es in Zusammenarbeit mit der Weltkirche.

Zufrieden war Don Ángel, der sich besonders um die Jugend kümmert, auch mit den Ergebnissen der Jugendsynode im vergangenen Sommer. Das Abschlussdokument sei ein "Juwel" und äußerst hilfreich auch für die Salesianergemeinschaft: Beim siebenwöchigen 28. Generalkapitel des Ordens im Frühjahr 2020 in Turin werde dieser Text die Arbeitsgrundlage darstellen. Schon jetzt sei absehbar, dass es dabei dem Orden um "den vorrangigen Einsatz für die ärmsten Kinder und Jugendlichen, die Verteidigung der Menschenrechte dieser Kinder und die Zusammenarbeit mit den Laien" gehen wird.

Während er die Arbeit der Salesianer Don Boscos in Österreich lobt, ist Don Ángel besonders ein Projekt der Mission wichtig: Die Arbeit im westafrikanischen Sierra Leone, wo die Ordensgemeinschaft jungen Mädchen einen Ausweg aus der Kinder- und Jugendprostitution bietet. Etwa 100 Jugendliche haben an dem 2017 gestarteten Rehabilitationsprogramm, das sich an Mädchen zwischen neun und 17 Jahren wendet, bislang teilgenommen. Straßenkinder finden ebenso Hilfe wie die 1.600 jugendliche Gefangenen, die unter anderem mit sauberem Wasser versorgt werden. Don Ángel erinnert auch an die Ebola-Krise in Sierra Leone:: „Ich habe zu unseren Missionaren damals gesagt, dass ich nicht verlangen kann, dass sie angesichts der Gefahr für Leib und Leben vor Ort bleiben. Aber sie wollten bleiben.“ 

Don Ángel dankt der Don Bosco Mission Austria für die Unterstützung der zahlreichen Hilfsprojekte des Ordens, vor allem für das Schutzzentrum für Mädchen in Sierra Leone.

(kathpress/red)

RIP Pater Antonio César Fernández SDB
Pater Antonio Fernández war seit 1982 Missionar in mehreren Ländern Afrikas. Foto: ANS

 

Der spanische Salesianermissionar wurde am 15. Februar von einer dschihadistischen Gruppe in Burkina Faso erschossen.

Nach ersten Erkenntnissen wurde P. Antonio César Fernández SDB um 15.00 Uhr Lokalzeit mit drei Schüssen während eines islamistischen Angriffs vierzig Kilometer von der südlichen Grenze Burkina Fasos entfernt ermordet. Glücklicherweise haben zwei weitere Mitbrüder, die mit ihm unterwegs waren, den Angriff überlebt. Sie kamen aus Lomé (Togo), wo sie die erste Sitzung des Provinzkapitels der Provinz AFO hatten.

55 Jahre als Salesianer für die Menschen tätig

Antonio César Fernández war 72 Jahre alt und gehörte seit 55 Jahren den Salesianern an. Vor 46 Jahren wurde er zum Priester geweiht. Er wurde 1946 in Pozoblanco (Spanien) geboren und war seit der Gründung der ersten Niederlassung der Salesianer in Togo im Jahr 1982 als Missionar in mehreren afrikanischen Ländern tätig. Er arbeitete als Novizenmeister und war derzeit er als Missionar in Burkina Faso tätig.

Der Generalobere der Salesianer Don Boscos, Don Angel Ártime, schrieb zum Tod seines Mitbruders: "Antonio Cesar zählt heute zu den vielen anderen Märtyrern der Kirche in der Welt  und unserer salesianischen Familie. Ich lade ein, Gott für das gute Leben von Don Antonio zu danken. Das Böse hat nie das letzte Wort."

Die Don Bosco Mission Asutria schließt sich den Worten des Generaloberen an. Sie unterstützt seit vielen Jahren Projekte in Westafrika.

Pater Fernández in einer Kurzvorstellung: ZUM VIDEO

(Fides/ANS)

Bruder Jim gibt nicht auf
Bruder Jim auf der Schulbank: „Lebenslanges Lernen bedeutet voneinander und miteinander lernen."

 

Salesianerbruder Jim Comino eröffnet den Menschen im Südsudan neue Chancen

Der Südsudan hat 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erlangt, befindet sich jedoch nach einem fünfjährigen Bürgerkrieg in einer schweren humanitären Krise. Ende August dieses Jahres wurde von den Bürgerkriegsparteien ein Friedensabkommen unterzeichnet und die Situation wird langsam stabil. Die im Südsudan tätigen Salesianer reagieren, wie schon so oft während der vergangenen 25 Jahre, auf die Herausforderungen im Land: „Unser Ziel ist, jungen Menschen, insbesondere bei ihrer Ausbildung, zu helfen.“

Das berichtete Jim Comino SDB bei seinem Besuch bei der Don Bosco Mission Austria in Wien. Der Salesianerbruder ist seit 1992 als Missionar im Sudan tätig. Er kennt jede Niederlassung und jedes Projekt: „Ich bin für die Finanzierung unserer Hilfsprojekte verantwortlich.“

Der gebürtige Italiener stammt aus der Heimat Don Boscos bei Turin. 1960 wurde er als junger Salesianer nach Korea geschickt. Hier hat er Englisch gelernt und hier hat er 32 Jahre lang mit viel Herzblut die Provinz nach dem Koreakrieg im Süden des geteilten Landes aufgebaut. Als er 1992 gefragt wurde, ob er zunächst für zwei Jahre nach Afrika gehen würde, hat er zugestimmt - und Bruder Jim ist geblieben.

Gemeinsam mit seinen Mitbrüdern organisieren die Salesianer weiterhin Programme in ihren Einrichtungen und bilden Jugendliche aus. Der Südsudan steht seit zwei Jahren am Rande der Hungersnot. Noch 2012 gab es vier Millionen Flüchtlinge in der Wüste nach dem Bürgerkrieg. Ein verstorbener Bischof schrieb an die Politiker des Landes einen Brief, in dem er die Situation mit dem Brudermord von Kain und Abel in der Bibel verglich. Bruder Jim berichtet oft über das Land und seine Not und er bittet um Hilfe.

Achtung und Respekt für alle Kinder
Die Don Bosco Mission Austria setzt sich weltweit für die Rechte der Kinder ein. Foto: Florian Kopp/Don Bosco Mission Bonn

Die Don Bosco Mission Austria zum Internationalen Tag des Kindes am 20. November

„Bis alle Kinder umfassend geschützt sind und ihre Lebenssituation ausreichend mitbestimmen können, sind wir als Kirche und Gesellschaft gefordert, die Kinderrechte weiter bekannt zu machen und für sie einzutreten“, sagt Bruder Günter Mayer, Salesianer und Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria.

Bruder Günter Mayer war 18 Jahre in Westafrika in Nigeria, Ghana, Liberia und Sierra Leone tätig. Er weiß um die Dringlichkeit. Täglich werden Kinderrechte gebrochen, wenn Buben und auch Mädchen zu Kämpfen gezwungen werden oder vor Kriegen flüchten müssen, wenn sie hungern, wirtschaftlich oder sexuell ausgebeutet werden.

Kinderrechte sind Menschenrechte: Sie wurden 1989 in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Alle Personen unter 18 Jahren erhielten damit verbriefte Rechte. Die Kinderrechte gelten für alle Kinder in der Welt und beinhalten das Recht auf Gleichbehandlung, Förderung und Entwicklung, Schutz und Mitbestimmung.

Bruder Günter Mayer: „Auch Kinder in den ärmsten Ländern der Welt haben ein Recht auf eine sichere Zukunft. Die Don Boscos Mission unterstützt insbesondere Kinder und Jugendliche, deren Rechte mit Füßen getreten werden. Wir Salesianer betreiben mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Straßenkinderprojekte und fördern gezielt eine nachhaltige Schul- und Berufsausbildung. Es gibt noch immer zu viele Unternehmen, die ihre Gewinne auf den Rücken schutzloser Kinder erzielen. Wir stärken die Kinder, damit sie wissen, welche Rechte sie haben, damit sie diese auch einfordern können. Allen Kindern muss mit Achtung und Respekt begegnet werden.“ Die Don Bosco Mission Austria fordert, dass die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsträger ihre Verpflichtung wahrnehmen, die UN-Kinderrechtskonvention umfassend umzusetzen.

Damit das Leben junger Menschen weltweit gelingt

Die Don Bosco Mission Austria ist ein Teil der katholischen Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos in Österreich.

Der Verein unterstützt Salesianer-Hilfsprojekte weltweit, fördert die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen und hilft Menschen, die in Not geraten sind durch

  • Straßenkinder- und Sozialprogramme
  • Schulen und Berufsausbildungszentren
  • Nothilfe bei Naturkatastrophen (z. B. Erdbeben, Überschwemmungen)
  • Nothilfe bei humanitären Katastrophen (z. B. Krieg, Hunger)
  • Ausbildung zum Ordens- und Priesterberuf

Die Don Bosco Mission Austria dankt für jede Spende!

IBAN AT33 6000 0000 9001 3423
BIC BAWAATWW

Spenden sind steuerlich absetzbar.

Ein Leben für die Mission
Pater Hohenscherer war jahrzehntelang mutig auf den Flussreisen mit einem Motorboot unterwegs zu den Menschen.

Pater Noberto war immer unterwegs zu den Menschen
Seit 1970 lebte Pater Hohenscherer, ein gebürtiger Steirer aus Schönau und gelernter Schneider, in der kleinen, von europäischen Missionaren vor 500 Jahren gegründeten Siedlung mitten im Amazonasgebiet. In der Provinz Manaus arbeitete er unter der indigenen Bevölkerung bis zu seinem Tod. Pater Norberto, wie er respekt- und liebevoll genannt wurde, war ein äußerst bescheidener und seeleneifriger Missionar.

Die Salesianer schufen lebenswerte Bedingungen für die einstigen Sklaven der portugiesischen Kolonialherren. Es wurden Siedlungen errichtet, die Region wurde erstmals mit Strom versorgt, Schulen wurden für die Kinder gebaut und ein Krankenhaus. Besonders stolz war Pater Norberto auf die von ihm selbst geplante und erschaffene Kirche.

Zuletzt war Pater Hohenscherer 2016 in Österreich, um Vorträge über sein Leben im Amazonas zu halten. Seine Heimat hatte er aber längst in Brasilien gefunden. Die Don Bosco Mission Austria hat ihn bei zahlreichen und nachhaltigen Projekten, besonders im Bereich Bildung und mit dem Ankauf von Motorbooten für seine weiten Missionsreisen unterstützt.

Pater Hohenscherer verunglückte  am 3. September 2018 mit seinem Boot im Amazonasgebiet tödlich, als am frühen Nachmittag ein heftiges Gewitter aufzog und sein Boot kenterte. Er wurde in  in Inauaretê beerdigt.

(sdb)
Die Jugend braucht eine Zukunft
Die Ausbildung zu Fachkräften ist Teil des Bildungsauftrags und der humanitären Arbeit vor Ort. © Don Bosco Mission Bonn

Zum Internationalen Tag der Jugend

„Rund 30 Millionen Kinder und Jugendliche sind heute weltweit auf der Flucht. Sie sind täglich Gefahren in ihrer Sicherheit und Gesundheit ausgesetzt. Wenn wir in diesem Jahr am 12. August den Internationalen Tag der Jugend begehen, sind wir als Kirche gefordert, diesen jungen Menschen zu helfen“, sagt Salesianerbruder Günter Mayer SDB, Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria.

Bruder Günter Mayer hat 18 Jahre als Ökonom und Projektleiter in der Westafrikanischen Salesianer Provinz Afrika West gearbeitet. Diese Region umfasst die Länder Nigeria, Ghana, Liberia und Sierra Leone. Seit ihrer Gründung setzen sich die Salesianer Don Boscos und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit dafür ein, dass junge Menschen in Not Hilfe erfahren und fördern insbesondere eine gute Schul- und Berufsausbildung mit Chancen für ihre Zukunft.

Keine kurzgedachten Lösungen in der Migrationsfrage
Bruder Günter Mayer: „Wir wissen heute, was die Gründe für Flucht und Migration sind: Autoritäre Regime, gewaltsame Konflikte, Terrorismus, Naturkatastrophen, Klimawandel, Armut und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit sind Faktoren, die Menschen veranlassen, ihre Heimat zu verlassen.“ Die Migration hat sich globalisiert und ist kein regionales Phänomen mehr. Die wachsende Schleuserkriminalität verschärft die Situation. Dadurch, dass sich in Teilen Afrikas die Situation verschlechtert, wird sich die Migration in Richtung Europa verstärken. Was zu einer neuen Herausforderung in der europäischen Flüchtlingspolitik wird. Abschottung der Grenzen, Aufenthaltslager in Europa und Nordafrika sind kurzgedachte Lösungen. Denn das Problem muss in Afrika gelöst werden mithilfe Europas, und zwar auf Augenhöhe und nicht nur in der Geber- und der Nehmer-Rolle.

„Viele Flüchtlinge riskieren ihr Leben. Was muss einen Menschen dazu treiben, dass er so eine Strapaze auf sich nimmt? Die Menschen haben ein Recht auf eine Zukunft“, sagt Günter Mayer wörtlich. „Wir Salesianer Don Boscos wollen der Jugend in Afrika eine Zukunft in ihren Herkunftsländern ermöglichen, indem wir eine nachhaltige Schul- und Berufsausbildung fördern. Wir unterstützen die Eingliederung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in die Gesellschaft.“

Umdenken der Wirtschaft ist nötig
Dazu ist ein Umdenken in der globalen Wirtschaft und deren Investoren nötig. Der Ankauf von großen Landflächen für Monokulturen gefährdet beispielsweise die Existenz der Kleinbauern. Der Abbau und Export von Bodenschätzen in Industrieländer bringt nur eine geringe Wirtschaftsleistung für den Kontinent. Es muss eine stärkere Wertschöpfung stattfinden, indem vor Ort die Rohstoffe zu Produkten verarbeitet werden, mit Beteiligung der lokalen Bevölkerung. Dadurch werden viele Arbeitsplätze und eine Existenzsicherung geschaffen. 

(presse don bosco)

Wenn die Straße zum Zuhause wird

Zum Missionsgedenktag der Salesianer Don Boscos am 25. Februar macht die Don Bosco Mission Austria mit der neuen Unterrichtsreihe „Wenn die Straße zum Zuhause wird“ auf das Leben von Straßenkindern weltweit aufmerksam.

„Ausbeutung und Gewalt, Missbrauch und Mangelernährung, keine Fürsorge und fehlende Schulbildung - Straßenkinder sind schutzlos, sie werden diskriminiert, gesellschaftlich ausgegrenzt und gelten pauschal als kriminell.“, weiß Bruder Günter Mayer SDB, Leiter der Don Bosco Mission Austria.

Die neuen Materialien schlagen eine Brücke zum Leben dieser vergessenen Kinder und Jugendlichen. Mithilfe der Lebensgeschichten von Straßenkindern in diesen pädagogischen Materialien werden die Perspektiven gewechselt. Bruder Günter hofft, dass österreichische Schülerinnen und Schüler einen Eindruck davon erhalten, wie das Leben eines Straßenkindes aussieht: „Kinder und Jugendliche in Österreich kennen diese Form sozialer Ungerechtigkeit normalerweise nicht. Das Ziel ist es, dass die jungen Leute bei uns, Empathie entwickeln für Kinder, deren ‚Zuhause‘ die Straße ist.“

Materialien zum Download: HIER

Die 84-seitigen Unterrichtsmaterialien thematisieren sowohl die Ursachen für das Leben auf der Straße, als auch die Lebenssituation und Zukunftsperspektiven von Straßenkindern. Sie sensibilisieren für Armut und Not, für Ausgrenzung und Ausbeutung. Die Materialien orientieren sich an den Lehrplänen für die Schulstufen 3-6 und 7-10 und sind einsetzbar in der Volksschule und Unterstufe Sekundarbildung in den Fächern Religion, Sachunterricht, Geographie und Wirtschaftskunde, Soziale Orientierung oder Politik, in der außerschulischen Gruppenarbeit sowie in der pastoralen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

25. Februar: Salesianischer Missionsgedenktag

Der Missionsgedenktag der Salesianer wird zum Festtag der beiden Märtyrer Luigi Versiglia (1873-1930) und Callisto Caravario (1903-1930) begangen. Beide Salesianer starben als Missionare in China, als sie junge Frauen vor einer Vergewaltigung durch Piraten mit ihrem Leben schützten.

Dieses Jahr hat der salesianische Missionsgedenktag eine besondere Bedeutung. Die Diözese Barra do Garcas in Brasilien hat den Seligsprechungsprozess der beiden Märtyrer Pater Rudolf Lunkenbein und seines Mitarbeiters Simao vom Indianerstamm der Bororo eröffnet. Beide wurden am 15. Juli 1976 in der Salesianer-Mission in Meruri getötet.

P. Rudolf Lunkenbein wurde 1939 in Deutschland geboren. Mit 19 Jahren begleitete er einen Salesianerpater in die Mission nach Brasilien. Ein Jahr später trat er in das Noviziat ein. Das Theologiestudium absolvierte er in Benedikbeuern in Bayern. Nach seiner Rückkehr nach Brasilien setzte er sich für die Rechte des Bororo-Stammes ein. Durch den gewaltsamen Tod von P. Lunkenbein und seines Mitarbeiters Simao haben, ist eine Saat aufgegangen. Ihr Tod hat letztendlich den Bororos dazu verholfen, ihren Lebensraum zu erhalten und ihnen eine Zukunft zu geben.

(presse don bosco)

Ordensmann: Europa trägt Verantwortung für Afrika

Wien, 23.8.2017 (KAP)
An Europas Verantwortung Afrika gegenüber hat der neue Geschäftsführer der Don Bosco Mission Austria, Bruder Günter Mayer, erinnert. "Auch wir in Europa tragen Verantwortung für Afrika. Wir können nicht jahrelang die Ressourcen vom Kontinent nehmen und dann, wenn von uns ein Beitrag verlangt wird, speziell den jungen Menschen auf die Beine zu helfen, sagen, nein, das geht uns nichts an", so der Salesianerbruder in der aktuellen Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag". Mayer war selber jahrelang als Missionar in Afrika tätig.

Das Leben vieler Jugendlicher sei in Afrika geprägt von Armut und Perspektivenlosigkeit. Es fehle an Bildungsmöglichkeiten, Trinkwasser, Verkehrswegen und medizinischer Versorgung. Um ihnen einen Weg aus der Armut zu ermöglichen, betreiben die Salesianer Don Boscos in vielen afrikanischen Ländern Ausbildungsstätten. Dort bilden sie Tischler, Schlosser, Maurer, EDV-Experten oder Automechaniker aus. "Damit können wir am besten die jungen Menschen fördern", so Bruder Günter.

Eine gute Ausbildung sei, so der Salesianerbruder, auch der sicherste Weg, um Jugendliche von der Flucht nach Europa abzuhalten. "Kein Jugendlicher, der bei uns eine Ausbildung erhielt, ging nach Europa." Schließlich sei die Flüchtlingsproblematik "nicht auf dem Boot, sondern nur auf dem afrikanischen Kontinent" lösbar.

Mayer plädierte außerdem, in die Wirtschaft zu investieren; "denn die Rohstoffe, die Produktion und die Wertschöpfung sollen im Land oder auf dem Kontinent bleiben", betonte der Ordensmann. Dann erhielten die Menschen auch Arbeit.

Wesentlich verändert habe sich auch das Verständnis von Mission. "Früher bedeutet es, wir gehen in ein Entwicklungsland und verkünden das Evangelium". Das sei auch heute noch gültig, müsse aber in einem größeren Zusammenhang gesehen werden. Es gehe auch um das Schaffen von Strukturen im Sozial-, im Gesundheitsbereich, in der Ausbildung. "In diesen Feldern wirken Menschen im missionarischen Einsatz."

 

Salesianer Don Boscos: Das Wunder von Ghana

 

Seit 25 Jahren gibt die katholische Ordensgemeinschaft jungen Menschen in Westafrika Hoffnung für ihre Zukunft.

1992 begannen fünf Salesianer in Ghana ein neues Werk. Heute besteht die lebendige Provinz in Westafrika. Es gibt zahlreiche Projekte, Häuser und Werke für Kinder und Jugendliche – von den 190 Salesianern sind mehr als die Hälfte in Ausbildung.

Die österreichischen Salesianer Don Boscos haben dieses „Wunder von Ghana“ finanziell und personell bis heute unterstützt. 18 Jahre hat sich Bruder Günter Mayer SDB, der jetzige Leiter der Don Bosco Mission Austria, tatkräftig in Ghana eingesetzt. Zusätzlich haben rund 70 Volontäre aus Österreich einen Freiwilligeneinsatz im Land getätigt. Provinzial Pater Petrus Obermüller SDB hebt hervor, dass das Charisma Don Boscos in Ghana lebendig ist und seine Früchte trägt: „Ich freue mich besonders, das sich junge Menschen aus Österreich durch ihren Freiwilligeneinsatz als Protagonisten im Dienst an den Nächsten zeigen.“

Pater Michael Karikunnel SDB war einer der fünf Salesianer, die 1992 nach Ghana entsandt wurden. Heute ist er Provinzial der Provinz Anglophone Westafrika. Er erinnert sich an die Anfänge: “Man braucht Abenteuergeist, um als Pionier in ein unbekanntes Land zu gehen. Bei den Menschen fühlten wir uns von Anfang an willkommen und wir lernten die ersten sechs Monate ihre Sprache und Kultur. Wir besuchten die Dörfer, trafen uns mit den Häuptlingen und Ältesten und diskutierten die Situation der Jugend vor Ort. Dank der Vermittlung des katholischen Bischofs von Sunyani gaben uns der Häuptling und die Ältesten von Odumase schließlich 25 Hektar Land, auf dem wir unser Berufsbildungszentrum bauen konnten.”

Bruder Günter Mayer fasst die wichtigsten Erfolge der Arbeit in Ghana zusammen: “Mit unserem Programm "Youth for Life" in Schulen und Pfarren haben wir Tausende erreicht. Mit unserer beruflichen Ausbildung haben wir Hunderten ehemaligen Straßenkindern geholfen. Verschleppte Kinder konnten aus der Zwangsarbeit befreit werden, um eine Ausbildung zu bekommen. Wir unterstützen auch Kinder aus benachteiligten Familien mit Stipendien. Wichtig ist mir dabei: Was wir in den vergangenen 25 Jahren erreicht haben, hätten wir ohne die Großzügigkeit aus Österreich niemals alleine geschafft. Dafür sind wir sehr dankbar.” Bruder Günter Mayer und Provinzial Pater Petrus Obermüller werden aus diesem Grund am 21. Oktober beim 25-Jahr-Jubiläum in Sunyani mit ihren Mitbrüdern und Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft mitfeiern.

Die Salesianer Don Boscos in Ghana

Ghana bildet seit 2004 zusammen mit Nigeria, Liberia und Sierra Leone die Provinz Anglophone Westafrika der Salesianer Don Boscos. Die rund 190 Ordensmänner, die in der Provinz im Einsatz sind, widmen sich vor allem der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, da diese in Westafrika besonderen Gefahren ausgesetzt sind. In Ghana haben die Salesianer drei Standorte: 1992 begannen sie ihre Arbeit in Odumase, einem Vorort von Sunyani, und umliegenden Dörfern. 1996 folgte der Standort in Ashaiman, einem Vorort von Accra. 2016 kam Tatale im Norden des Landes hinzu – eine besonders arme Region, in der die Ordensgemeinschaft inzwischen in rund 30 Dörfern tätig ist. Insgesamt betreuen die Salesianer rund 12.000 Gläubige in vier Pfarren und 42 Missionen - Außenstationen. Sie betreiben mehrere Berufsschulen, Grundschulen, Vorschulen, Oratorien und Jugendzentren. Mit Stipendien ermöglicht der Orden jedes Jahr rund 3.100 Kindern und Jugendlichen den Schulbesuch.

Damit das Leben junger Menschen weltweit gelingt

Die Don Bosco Mission Austria ist ein Verein der katholischen Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos in Österreich. Mit seinen Aktivitäten setzt er in 133 Ländern Zeichen der Solidarität. Besonders jungen Menschen am Rand der Gesellschaft und in Ländern des Südens helfen die Salesianer.

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt

• die Aus- und Weiterbildung der jungen und in Ausbildung stehenden Salesianer Don Boscos in Afrika, Lateinamerika und Asien.

• Projekte zur Bekämpfung von Armut und Not in den Ländern des Südens und in Kriegsgebieten.

• Freiwilligeneinsätze von jungen Menschen aus Österreich in Einrichtungen der Salesianer Don Boscos in Afrika, Indien und Lateinamerika.

Ordensgründer Johannes Bosco (1815–1888) hat bereits 1875 die erste Missionsaussendung des damals jungen Ordens nach Argentinien organisiert. Den Missionaren gab er folgenden Auftrag: „Nehmt euch mit besonderer Sorge der Kranken, der Kinder, der alten Menschen und der Armen an. So werdet ihr euch den Segen Gottes und das Wohlwollen der Menschen erwerben.“

Die Don Bosco Mission Austria dankt für jede Spende!

IBAN  AT33 6000 0000 9001 3423, Spenden sind steuerlich absetzbar. Registrierungsnummer: SO2476

 

Die Jugend ist unser Auftrag

 

Zum internationalen Tag der Jugend am 12. August

"Wenn wir in diesem Jahr am 12. August  den Internationalen Tag der Jugend begehen, sind wir als Kirche gefordert zu sehen, dass junge Menschen für uns Aufbruch und Auftrag ist”, sagt der neue Leiter der Don Bosco Mission Austria Bruder Günter Mayer SDB. Als Kinder- und Jugendorden betonen die Salesianer nicht nur, wie wichtig junge Menschen für unsere Gesellschaft sind. Bruder Günter Mayer weiter: “Wir wissen, dass diese Phase für das spätere Erwachsenenleben prägend ist.”

Seit ihrer Gründung setzen sich die Salesianer und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür ein, dass junge Menschen eine gute Ausbildung mit Chancen für ihre Zukunft erhalten. Bruder Günter Mayer wörtlich: “Wir wollen der Jugend aber auch zeigen, dass der Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen, Religionen und Sozialschichten der Zugang zu einem Miteinander ist. Als Salesianer zeigen wir ihnen, dass der Weg in der Nachfolge Christi alle Menschen in Würde und Nächstenliebe eint.”

Bruder Günter Mayer SDB: Der neue Leiter der Don Bosco Mission Austria

Salesianerbruder Günter Mayer ist gebürtiger Linzer, Jahrgang 1964. Der gelernte und beruflich erfolgreiche Einzelshandelskaufmann legte 1990 seine Ersten Gelübde als Salesianer ab. Er arbeitete zunächst in Klagenfurt und im Linzer Lehrlingsheim. 1997 ging Bruder Günter Mayer nach Ghana, wo er als Missionar ein Berufsausbildungszentrum in Sunyani aufgebaut hat. In dieser Zeit hatte er viele Begegnungen mit Volontärinnen und Volontäre aus Österreich. Bis 2015 war Br. Günter wirtschaftlicher Leiter, Direktor von Don Bosco Youth Network und Projektleiter der Westafrikanischen Salesianerprovinz AFW (Nigeria, Ghana, Liberia, Sierra Leone). Seit zwei Jahren ist er wieder zurück in Österreich und widmete sich seiner seelsorglichen und theologischen Ausbildung. Jetzt beginnt er mit viel Engagement und Ideen eine neue Herausforderung als Leiter der Don Bosco Mission Austria.

Damit das Leben junger Menschen weltweit gelingt

Die Don Bosco Mission Austria ist ein Verein der katholischen Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos in Österreich. Mit seinen Aktivitäten setzt er zusammen mit der weltweiten Ordensgemeinschaft in 133 Ländern Zeichen der Solidarität. Besonders jungen Menschen am Rand der Gesellschaft und in Ländern des Südens helfen die Salesianer.

Die Don Bosco Mission Austria unterstützt

• die Aus- und Weiterbildung der jungen und in Ausbildung stehenden Salesianer Don Boscos in Afrika, Lateinamerika und Asien.

• Projekte zur Bekämpfung von Armut und Not in den Ländern des Südens und in Kriegsgebieten.

• Freiwilligeneinsätze von jungen Menschen aus Österreich in Einrichtungen der Salesianer Don Boscos in Afrika, Indien und Lateinamerika.

Ordensgründer Don Giovanni Bosco (1815–1888) hat bereits 1875 die erste Missionsaussendung des damals jungen Ordens nach Argentinien organisiert. Den Missionaren gab er folgenden Auftrag: „Nehmt euch mit besonderer Sorge der Kranken, der Kinder, der alten Menschen und der Armen an. So werdet ihr euch den Segen Gottes und das Wohlwollen der Menschen erwerben.“

Im September 2017 bereits zum 145. Mal Missionare entsendet. Dem Auftrag Don Boscos, die missionarische Begeisterung zu fördern und Gutes zu tun in der Welt der Jugend, besonders der ärmeren und vernachlässigten, fühlt sich die Don Bosco Mission Austria auch heute verpflichtet.

Die Don Bosco Mission Austria dankt für jede Spende!

IBAN  AT33 6000 0000 9001 3423

Spenden sind steuerlich absetzbar. Registrierungsnummer: SO2476

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